Was ist Harmonik? – Theorie III

 

In dieser Artikelserie werden wir uns der Harmonielehre widmen. Bevor wir damit starten, ist erst einmal die Frage zu stellen, was „Harmonielehre“ eigentlich bedeutet. In einer kurzen Erklärung ist die Harmonielehre die Lehre dessen, was „gut zusammen klingt“, oder, wenn man es etwas technischer ausdrücken will, die Mathematik hinter Musik, die schön – oder „harmonisch“ klingt. Hier schon mal eine kleine Wahrung: Harmonielehre ist sehr theoretisch. Deshalb: Denke daran, an jedem Punkt, an dem Dir diese Artikel zu abstrakt werden, die Theorie einfach Theorie sein zu lassen und wieder ans Klavier zurückzukehren!

 

Warum Harmonik lernen?

 

Doch welche Vorteile hast Du, wenn Du Dich mit der Harmonik auseinandersetzt? Nun, zum einen gibt Dir der theoretische Hintergrund in der Harmonielehre eine sehr gute Basis, um neue Konzepte in der Musiktheorie schneller lernen zu können, da Du das „Grundgerüst“ kennst und schon verstanden hast. Zum anderen hilft Dir ein Verständnis der Harmonik, langsam aber sicher zu lernen, Klavier ohne Noten zu spielen. Du kannst so zum Beispiel lernen, einen Sänger mit Akkorden zu begleiten, ohne dass Du das Lied je zuvor gehört hast! Klingt ein bisschen wie Magie – doch am Ende ist es nichts anderes als die mathematisch-theoretische Grundlage jeder Musik. Also: Ärmel hochgekrempelt und los geht es in diese kleine Theorieserie!

 

Was gehört alles zur Harmonik?

 

Bevor wir in uns nun in die Harmonielehre selbst vertiefen, wollen wir erst einmal herausfinden, was eigentlich alles zur Harmonik dazugehört. Wie schon erwähnt, ist Harmonik ist Lehre dessen, „was gut zusammen klingt“. Deshalb ist dieser Teil der Theorie für Klavierspieler auch so wichtig, weil auf dem Klavier ständig mehr als ein Ton angeschlagen wird. Und diese Töne müssen zusammen auch gut klingen!

 

Nun also: was gehört eigentlich zur Harmonielehre?

 

  • Diese erklären uns, welche Töne in einem Lied vorkommen werden. Eine Tonleiter besteht aus acht Tönen, die einen Ganz- oder Halbtonschritt auseinanderliegen. Für eine Dur-Tonleiter sind es Ganztonschritte, außer zwischen dem 3. und 4. Ton, und dem 7. und 8. Ton – diese Töne liegen nur einen Halbtonschritt auseinander. Wir haben schon über Moll- und Dur-Tonleiter geredet, deshalb werden wir das hier ausklammern. Du kannst die Artikel aber hier und hier nachlesen.

 

  • Diese erklären die Abstände zwischen zwei Tönen. Ähnlich wie bei Tonleitern werden diese in Ganz- und Halbtonschritten gemessen.

 

  • Akkorde. Akkorde bauen auf Intervallen auf. Anstatt den Abstand zwischen zwei Tönen, beschreiben diese den Abstand zwischen drei oder mehr Tönen. Diese können dann verwendet werden, um mit der linken Hand eine Melodie zu begleiten – hier fängt also Deine Karriere als Improvisationskünstler an!

 

  • In diesem letzten und kompliziertesten Schritt verbinden wir all die Informationen, die wir in den letzten Teilen gelernt haben, und kommen zum Quintenzirkel zurück. Vielleicht erinnerst Du Dich an den Quintenzirkel aus diesem Artikel? Damals haben wir darüber gesprochen, wie wir die verschiedenen Moll- und Dur-Tonleitern und Vorzeichen aus dem Quintenzirkel ablesen können. Nun verwenden wir den gleichen Zirkel, um herauszufinden, welche Akkorde wir innerhalb eines Tonleiters verwenden können.

 

Und dann geht’s zurück ans Klavier, um all diese Theorie auch hören zu können!

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