Warum sind Klaviere so teuer?

 

Ein gutes Klavier ist ein Statement. Es ist schwer und groß. Es nimmt den ganzen Raum für sich ein. Es ist laut – deswegen der Name „Pianoforte“. Und es kostet ziemlich viel. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum ein Klavier denn so teuer ist, und was es für Alternativen gibt.

 

Das Material

 

Der erste Grund für den heftigen Preis eines Klavieres ist das Material. Ein Flügel ist immer aus hochwertigem Holz – muss es sogar sein, damit es der konstanten Spannung der Saiten standhält. Dann kommen noch all die anderen Teile hinzu, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Zum Beispiel: für jeden der 88 Tasten braucht ein Klavier 3 Saiten, das heißt, dass in jedem Klavier 264 Saiten verarbeitet sind!

 

Die Herstellung

 

Ein Klavier wird bis heute zum größten Teil in Handarbeit hergestellt. Es gibt einfach keine Maschinen, die ein so komplexes Instrument zusammenbauen können – zumindest noch nicht. Deshalb ist ein großer Teil des Preises, den man für ein Klavier zahlt, die Arbeitszeit, die der Klavierbauer damit verbracht hat, alle Teile zusammenzubauen.  Und dann kommt auch noch das Stimmen des Klavier hinzu: Wie wir schon in einem früheren Artikel erwähnt haben, ist das Klavierstimmen ein Kunst für sich – und braucht bei einem neuen Instrument eine sehr lange Zeit, da sich die Materialien erstmal dehnen und strecken müssen.

 

Die Technologie

 

Im Inneren jedes Klavier ist spielt sich eine unglaublich perplexe und kleinteilige Mechanik ab, und zwar jedes Mal, wenn eine der 88 Tasten angeschlagen wird. Die Technologie im Klavier muss erst aus vielen Einzelteilen gebaut, und dann zusammengesetzt werden. Doch es geht nicht nur um die Einzelteile selbst: Die Mechanik im Klavier ist ein System, dass nur wenige Menschen in den Details verstehen, und sie haben eine lange Ausbildung durchlaufen, um spezialisiert zu sein. Deshalb zahlt man mit jedem Klavierkauf auch für das Jahrhunderte altes Wissen der Klavierbauer.

 

Die Marken

 

Wie bei jeden anderen Produkt gilt auch bei den Klavieren: Die Marke kostet. Bekannte Klavierbauer sind Steinway und Bechstein, und wie bei einem iPhone oder einem BMW zahlt man hier auch für die Marke mit. Dennoch: es gibt Gründe, warum diese Firmen die Spitzenreiter in ihrer Branche sind, und zwar, dass sie einfach unglaublich gute Klaviere bauen!

 

Etwas billigere Alternativen

 

Nicht jeder kann sich am Anfang seiner Musikkariere gleich einen Steinway-Flügel kaufen. Manche haben Glück, und sie finden ein altes, unbenutztes Instrument auf dem Speicher oder in der Familie. Wenn das Instrument von sonst keinem benutzt wird, dann kann man sich es ohne schlechtes Gewissen unter den Nagel reißen: schließlich ist ein Instrument dazu da, gespielt zu werden. Doch nicht jeder findet ein Klavier auf diese Art und Weise. Aber nicht verzagen: Auf Kleinanzeigen-Portalen oder in der lokalen Zeitung werden manchmal ältere Instrumente angeboten, und auch zu niedrigeren Preisen. Hier macht es Sinn, zu einer Inspektion einen Klavierbauer mitzunehmen, den Zustand des Instruments einschätzen kann. Doch wenn das auch nicht hilft, gibt es immer noch elektrische Keyboards, die viel billiger sind und oft einen klasse Sound haben, und auch Zusatzfunktionen mit sich bringen. Da ist bestimmt für jeden Was dabei!

Hinterlasse einen Kommentar: