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Schritt für Schritt zum Intervall – Theorie IV

 

In diesem Artikel in unserer Theoriereihe werden wir uns den Intervallen zuwenden. Diese werden uns später in der Harmonielehre helfen, Akkorde und Kadenzen zu bilden – deshalb kann man sie als die kleinen und großen Lego-Bausteine der Musiktheorie verstehen.

 

 

Recap: Halb- und Ganztonschritte

 

Erinnern wir uns an die Halb- und Ganztonschritte zurück. Ein Halbtonschritt ist die kleinste Einheit, die einen Abstand zwischen zwei Tönen beschreibt. Des klingt abstrakt, wird aber ganz einfach, wenn man die Klaviertastatur anschaut: Jede Taste in einen Halbtonschritt von der nächsten Taste entfernt, egal, ob sie weiß oder schwarz ist. Ein Ganztonschritt ist aus zwei Halbtonschritten gemacht. Schauen wir uns noch einmal die Tastatur an: die meisten weißen Tasten sind mit einer kleinen schwarzen Taste voneinander getrennt. In diesem Fall liegt genau ein Ganztonschritt zwischen den zwei weißen Tasten.

 

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: zwischen dem H und C und dem E und F gibt es auf dem Klavier keine schwarzen Tasten. Diese Töne liegen jeweils nur einen Halbtonschritt auseinander.

 

 

Die Intervalle

 

Die nächst-größere Einheit nach den Ganstonschritten werden Intervalle genannt. Sie schreiben die Beziehung zwischen zwei Tönen, die gleichzeitig gespielt werden. Man beschreibt die Größe eines Intervalls in Halbtonschritten zwischen dem Ausgangston und dem zweiten Ton. Insgesamt gibt es 13 Intervalle (8 große Intervalle und 5 kleine Intervalle – das beschreiben wir noch genauer). Intervalle befinden sich, wie jede Tonleiter, innerhalb von 8 ganzen Tönen (oder 12 Tönen insgesamt), also zum Beispiel vom C zum C. Danach wiederholt sich die ganze Geschichte. Falls Du in der Schule Latein gelernt hast, dann sagen Dir die Namen der Intervalle sicher etwas 😊.

 

  • Fangen wir einfach an: Dies ist das kleinste Intervall und hat NULL Halbtonschritte. Es beschreibt also den „Abstand“ zwischen dem gleichen Ton, also einem C und einem zweiten C. Mal ehrlich: eine Prime ist einfach nur ein C!

 

  • Nun wird’s ein bisschen komplizierter. Eine Sekunde beschreibt zwei Töne, die entweder 1 oder 2 Halbtonschritte auseinander liegen. Eine Sekunde mit einem Halbtonschritt ist eine „kleine“ Sekunde. Ein Beispiel ist C und Db (das ist die schwarze Taste rechts neben dem C). Eine große Sekunde hat zwei Halbtonschritte. Kannst Du dir das Beispiel selbst denken? Genau: C und D.

 

  • Eine Terz hat 3 oder 4 Halbtonschritte. Wie schon bei der Sekunde gibt es also eine kleine Terz, in unserem Beispiel C und Eb, und eine große Terz zwischen C und E.

 

  • Aufgepasst: die Quarte gibt’s nur einmal, als „reine Quinte“. Sie hat 5 Halbtonschritte. Wenn wir mit dem C anfangen, dann ist der nächste Ton das F.

 

  • Hier gibt es wieder zwei Versionen: einmal mit 6 und mit 7 Halbtönen. Die Töne wären: C und G und C und Gb für die kleine Quinte.

 

  • Wieder gibt es eine kleine Sexte mit 8 Halbtonschritten: C und Ab, sowie die große Sexte mit 9 Halbtonschritten mit: C und A.

 

  • Diese hat einmal 10 Halbtonschritte zwischen C und Hb und 11 Halbtonschritte zwischen C und H.

 

  • Hier schließt sich der Kreis: nach 12 Halbtonschritten sind wir beim nächsten C angekommen, und beide Cs machen dann eine Oktave aus.

 

Geschafft! Damit haben wir alle Intervalle kennengelernt. Warum diese so wichtig sind, erfahren wir im nächsten Artikel.

Was ist Harmonik? – Theorie III

 

In dieser Artikelserie werden wir uns der Harmonielehre widmen. Bevor wir damit starten, ist erst einmal die Frage zu stellen, was „Harmonielehre“ eigentlich bedeutet. In einer kurzen Erklärung ist die Harmonielehre die Lehre dessen, was „gut zusammen klingt“, oder, wenn man es etwas technischer ausdrücken will, die Mathematik hinter Musik, die schön – oder „harmonisch“ klingt. Hier schon mal eine kleine Wahrung: Harmonielehre ist sehr theoretisch. Deshalb: Denke daran, an jedem Punkt, an dem Dir diese Artikel zu abstrakt werden, die Theorie einfach Theorie sein zu lassen und wieder ans Klavier zurückzukehren!

 

Warum Harmonik lernen?

 

Doch welche Vorteile hast Du, wenn Du Dich mit der Harmonik auseinandersetzt? Nun, zum einen gibt Dir der theoretische Hintergrund in der Harmonielehre eine sehr gute Basis, um neue Konzepte in der Musiktheorie schneller lernen zu können, da Du das „Grundgerüst“ kennst und schon verstanden hast. Zum anderen hilft Dir ein Verständnis der Harmonik, langsam aber sicher zu lernen, Klavier ohne Noten zu spielen. Du kannst so zum Beispiel lernen, einen Sänger mit Akkorden zu begleiten, ohne dass Du das Lied je zuvor gehört hast! Klingt ein bisschen wie Magie – doch am Ende ist es nichts anderes als die mathematisch-theoretische Grundlage jeder Musik. Also: Ärmel hochgekrempelt und los geht es in diese kleine Theorieserie!

 

Was gehört alles zur Harmonik?

 

Bevor wir in uns nun in die Harmonielehre selbst vertiefen, wollen wir erst einmal herausfinden, was eigentlich alles zur Harmonik dazugehört. Wie schon erwähnt, ist Harmonik ist Lehre dessen, „was gut zusammen klingt“. Deshalb ist dieser Teil der Theorie für Klavierspieler auch so wichtig, weil auf dem Klavier ständig mehr als ein Ton angeschlagen wird. Und diese Töne müssen zusammen auch gut klingen!

 

Nun also: was gehört eigentlich zur Harmonielehre?

 

  • Diese erklären uns, welche Töne in einem Lied vorkommen werden. Eine Tonleiter besteht aus acht Tönen, die einen Ganz- oder Halbtonschritt auseinanderliegen. Für eine Dur-Tonleiter sind es Ganztonschritte, außer zwischen dem 3. und 4. Ton, und dem 7. und 8. Ton – diese Töne liegen nur einen Halbtonschritt auseinander. Wir haben schon über Moll- und Dur-Tonleiter geredet, deshalb werden wir das hier ausklammern. Du kannst die Artikel aber hier und hier nachlesen.

 

  • Diese erklären die Abstände zwischen zwei Tönen. Ähnlich wie bei Tonleitern werden diese in Ganz- und Halbtonschritten gemessen.

 

  • Akkorde. Akkorde bauen auf Intervallen auf. Anstatt den Abstand zwischen zwei Tönen, beschreiben diese den Abstand zwischen drei oder mehr Tönen. Diese können dann verwendet werden, um mit der linken Hand eine Melodie zu begleiten – hier fängt also Deine Karriere als Improvisationskünstler an!

 

  • In diesem letzten und kompliziertesten Schritt verbinden wir all die Informationen, die wir in den letzten Teilen gelernt haben, und kommen zum Quintenzirkel zurück. Vielleicht erinnerst Du Dich an den Quintenzirkel aus diesem Artikel? Damals haben wir darüber gesprochen, wie wir die verschiedenen Moll- und Dur-Tonleitern und Vorzeichen aus dem Quintenzirkel ablesen können. Nun verwenden wir den gleichen Zirkel, um herauszufinden, welche Akkorde wir innerhalb eines Tonleiters verwenden können.

 

Und dann geht’s zurück ans Klavier, um all diese Theorie auch hören zu können!

Mit beiden Händen spielen ist Gehirntraining

 

In diesem Artikel werden wir darüber sprechen, warum es so wichtig ist, von Anfang an mit beiden Händen Klavier zu spielen – wie es Dir unsere Lehrer hier auch beibringen. Das hat nämlich mir der Struktur unseres Gehirns zu tun und damit, wie wir neue Informationen und Bewegungen verarbeiten.

 

Warum mit beiden Händen gleichzeitig spielen so schwer ist

 

Du weist sicher von Deinen eigenen Übungsstunden, dass es nicht einfach ist, mit beiden Händen gleichzeitig Klavier zu spielen – geradezu zum Haareraufen kann es am Anfang sein, wenn die Hände nicht das machen, was sie sollen. Doch warum fällt es und eigentlich so schwer, beide Hände unabhängig voneinander auf dem Klavier zu bewegen?

 

Symmetrisch vorprogrammiert

 

Ganz einfach: Unser menschliches Gehirn ist darauf programmiert, dass die Bewegungen unserer beiden Hände symmetrisch sind. Das sieht man oft bei kleinen Kindern, die ihre Feinmotorik noch lernen – sie werden Bewegungen unbewusst oft mit beiden Händen oder Beinen machen, wenn Sie sie neu lernen. Diese „Vorprogrammierung“ zu durchbrechen und unseren Händen beizubringen, sich unabhängig voneinander zu bewegen, erfordert einen großen Einsatz von mentaler Energie. Und beim Klavierspielen ist das mehr als nötig: Beide Hände müssen verschiedene Tasten und einem anderen Rhythmus anschlagen – eine Königsdisziplin für unser Gehirn.

 

Vorteilsbehandlung einer Hand

 

Dazu kommt auch noch, dass unser Gehirn gerne die eine oder andere Hand bevorzugt: deshalb gibt es Links- und Rechtshänder auf der Welt, und deshalb können die meisten Menschen nur mit einer Hand schreiben, da dies viel Fingerspitzengefühl erfordert. Doch wenn man Klavier spielt, müssen beide Hände gleich viel arbeiten – das ist also für unsere „schwächere“ Hand doppelt schwer.

 

Das Gehirn und das Klavierspielen

 

Du merkst: Das Klavier mit beiden Händen zu spielen ist ein Marathon für unser Gehirn. Wenn es um das Klavierlernen geht, fällt es also einfach, die stärkere Hand zu bevorzugen und die schwächere Hand, mit der das Spielen schwerer fällt, zu vernachlässigen. Das ist aber nicht richtig: Am besten ist es beide Hände von Anfang an zusammen zu trainieren, und sogar einen großen Fokus darauf zu legen, dass die schwächere Hand „aufholt“.

 

Nur, wenn Du mit beiden Händen gleichzeitig spielst, kann Dein Gehirn die nötigen Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen deines Gehirns bilden, um das Spielen mit beiden Händen einfacher zu machen. Diese Verbindungen im Gehirn können sich nur ausbilden, wenn Handlungen sehr oft wiederholt werden. Wie bei einem Trampelpfad im Gras, der häufig benutzt wird und am Ende so abgenutzt ist, dass er leichter sichtbar und leichter zu Laufen ist, verstärken sich in unserem Gehirn die „Straßen“, oder Verbindungen, je öfter wie verwendet werden. Doch das wird einige Zeit brauchen, deshalb verzweifle nicht daran!

 

Ein langsamer Anfang

 

Das wichtigste ist, dass Du am Anfang ganz langsam übst, wenn Du beide Hände zusammen trainierst, und Dein Gehirn daran gewöhnst, beide Hände unabhängig zu bewegen. Du wirst merken, dass Du am Anfang sehr schnell sehr müde sein wirst – zwinge Dich dann nicht, weiter zu üben, sondern gib Deinem Kopf die hart erkämpfte Pause, die er braucht. In diesem Artikel findest Du mehr Tipps für das Üben selbst, oder genauer, wie Du die Koordination zwischen deinen beiden Händen verbessern kannst.

Welche Methoden Dir helfen, schneller Klavierspielen zu lernen

 

Klavierspielen zu lernen braucht vor allem eins: viel Übung. Viel, viel Übung. Dennoch gibt es einige Methoden, die Dir helfen werden, schneller voranzukommen und Deinen Fortschritt größer machen. Wir zeigen Dir hier einige davon.

 

Tipp Eins: Spiele, was Dir Spaß macht

 

Wähle Lieder aus, die Dir gefallen und die Du „im Ohr“ hast. Je besser Du ein Stück kennst, desto einfacher wird es Dir fallen, es zu spielen. Sich durch Stücke zu quälen, die einem selbst nicht gefallen rauben Dir schnell den Spaß an der Musik. Deshalb bieten wir eine riesige Auswahl an Songs an – da findet jeder das Richtige!

 

Tipp Zwei: Lerne neue Sachen, auch wenn es erstmal schwerfällt

 

Bleibe nicht auf den Liedern sitzen, die Du schon spielen kannst, sondern setze Dir regelmäßig neue Ziele. Suche Dir ein neues Stück aus und spiele es für ein paar Tage und Wochen immer wieder, bis es Dir leichter und leichter fällt. Setze Dir dabei klare Ziele: zum Beispiel, ein neues Lied pro Woche oder Monat. Dabei ist es nicht so wichtig, ganz viele neue Lieder in kurzer Zeit zu lernen, sondern eher, Dein eigenes Tempo zu finden und dann diszipliniert neue Lieder zu spielen – egal, wie schwer Dir das am Anfang fällt!

 

Tipp Drei: Finde Muster in dem Musikstück

 

Nach einer Weile wird Dir auffallen, dass alle Songs gewisse Strukturen und Muster haben: oft werden Teile des Liedes wiederholt oder später abgewandelt. Wenn Du schon Noten lesen kannst, kannst Du diese Teile leicht entdecken, indem Du Dir die Noten anschaust – Wiederholungszeichen in dem Stück sind gute Hinweise! Falls Du lieber mit Nachahmung und ohne Noten lernst, dann höre Dir das Stück einfach ein paar Mal an, bevor Du mit dem Üben anfängst – Du wirst schnell lernen, die Wiederholungen herauszuhören, wenn Du einmal damit anfängst.

 

Tipp Vier: Kehre zu den schon gelernten Stücken zurück

 

Am besten ist es, in regemäßigen Abständen zu Liedern zurückzukehren, die Du schon gelernt hast, und diese immer wieder durchzuspielen. Aber warte – wiederspricht das nicht Tipp Nummer Zwei, immer neue Lieder zu lernen? Nein, das tut es nicht – das Geheimnis ist es, eine gute Balance zwischen neuen Stücken und alten Songs zu finden. Eine Idee für das Wiederholen von Stücken ist es, den Schwierigkeitsgrad eines Songs zu erhöhen, wenn Du es wieder besuchst. In unserem Online Klavier hast Du genau dafür zwei Schwierigkeitsgrade für jedes Lied. So kannst Du ein Lied erst auf der einfachen Einstellung lernen und dann zu dem höheren Schwierigkeitsgrad „aufleveln“ – so wird es Dir garantiert so schnell nicht langweilig!

 

Tipp Fünf: Hole Dir regelmäßig Feedback

 

Für Anfänger wie für Forstgeschrittene Klavierspieler ist es gleichermaßen wichtig, regelmäßig ihr Klavierspiel von Lehrern kommentieren zu lassen. So lässt sich verhindern, dass Du Dir falsche Sachen antrainierst, die sich scher wieder abgewöhnen lassen. Auf liederlernen.de bieten wir Dir dafür die Möglichkeit, direkt mit unseren Lehrern in Kontakt zu treten, und ihnen Videos von Deinen Übungen zu schicken. Dann können wir Dir Feedback geben und Dir sagen, wie Du Dich weiter verbessern kannst.

 

Also: mit diesen Tipps nun schnell zurück ans Klavier!

Warum sind Klaviere so teuer?

 

Ein gutes Klavier ist ein Statement. Es ist schwer und groß. Es nimmt den ganzen Raum für sich ein. Es ist laut – deswegen der Name „Pianoforte“. Und es kostet ziemlich viel. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum ein Klavier denn so teuer ist, und was es für Alternativen gibt.

 

Das Material

 

Der erste Grund für den heftigen Preis eines Klavieres ist das Material. Ein Flügel ist immer aus hochwertigem Holz – muss es sogar sein, damit es der konstanten Spannung der Saiten standhält. Dann kommen noch all die anderen Teile hinzu, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Zum Beispiel: für jeden der 88 Tasten braucht ein Klavier 3 Saiten, das heißt, dass in jedem Klavier 264 Saiten verarbeitet sind!

 

Die Herstellung

 

Ein Klavier wird bis heute zum größten Teil in Handarbeit hergestellt. Es gibt einfach keine Maschinen, die ein so komplexes Instrument zusammenbauen können – zumindest noch nicht. Deshalb ist ein großer Teil des Preises, den man für ein Klavier zahlt, die Arbeitszeit, die der Klavierbauer damit verbracht hat, alle Teile zusammenzubauen.  Und dann kommt auch noch das Stimmen des Klavier hinzu: Wie wir schon in einem früheren Artikel erwähnt haben, ist das Klavierstimmen ein Kunst für sich – und braucht bei einem neuen Instrument eine sehr lange Zeit, da sich die Materialien erstmal dehnen und strecken müssen.

 

Die Technologie

 

Im Inneren jedes Klavier ist spielt sich eine unglaublich perplexe und kleinteilige Mechanik ab, und zwar jedes Mal, wenn eine der 88 Tasten angeschlagen wird. Die Technologie im Klavier muss erst aus vielen Einzelteilen gebaut, und dann zusammengesetzt werden. Doch es geht nicht nur um die Einzelteile selbst: Die Mechanik im Klavier ist ein System, dass nur wenige Menschen in den Details verstehen, und sie haben eine lange Ausbildung durchlaufen, um spezialisiert zu sein. Deshalb zahlt man mit jedem Klavierkauf auch für das Jahrhunderte altes Wissen der Klavierbauer.

 

Die Marken

 

Wie bei jeden anderen Produkt gilt auch bei den Klavieren: Die Marke kostet. Bekannte Klavierbauer sind Steinway und Bechstein, und wie bei einem iPhone oder einem BMW zahlt man hier auch für die Marke mit. Dennoch: es gibt Gründe, warum diese Firmen die Spitzenreiter in ihrer Branche sind, und zwar, dass sie einfach unglaublich gute Klaviere bauen!

 

Etwas billigere Alternativen

 

Nicht jeder kann sich am Anfang seiner Musikkariere gleich einen Steinway-Flügel kaufen. Manche haben Glück, und sie finden ein altes, unbenutztes Instrument auf dem Speicher oder in der Familie. Wenn das Instrument von sonst keinem benutzt wird, dann kann man sich es ohne schlechtes Gewissen unter den Nagel reißen: schließlich ist ein Instrument dazu da, gespielt zu werden. Doch nicht jeder findet ein Klavier auf diese Art und Weise. Aber nicht verzagen: Auf Kleinanzeigen-Portalen oder in der lokalen Zeitung werden manchmal ältere Instrumente angeboten, und auch zu niedrigeren Preisen. Hier macht es Sinn, zu einer Inspektion einen Klavierbauer mitzunehmen, den Zustand des Instruments einschätzen kann. Doch wenn das auch nicht hilft, gibt es immer noch elektrische Keyboards, die viel billiger sind und oft einen klasse Sound haben, und auch Zusatzfunktionen mit sich bringen. Da ist bestimmt für jeden Was dabei!

Wie helfen Tonleitern beim täglichen Üben?

 

Tonleiter rauf- und runterleiern – Du findest das langweilig? Nun, da müssen wir widersprechen. Tonleiter im täglichen Üben fest zu verankern, hat viele Vorteile, über die wir in diesem Artikel reden werden. Danach bist auch Du von Tonleitern überzeugt!

 

Was sind Tonleiter nochmal?

 

Eine Tonleiter ist eine Folge von 8 Tönen, die aus 5 Ganztonschritten und 2 Halbtonschritten bestehen. Je nachdem, wo diese Schritte angeordnet sind, bekommst Du entweder ein Dur-Tonleiter oder ein Moll-Tonleiter. Wir haben uns die Theorie der Tonleiter schon in den anderen Artikeln angeschaut, auf die wir hier verlinkt haben, da kannst du gerne nochmal nachlesen. Das war also die Theorie. Aber warum sind Tonleitern in der Praxis so wichtig? Darum soll es in diesem Artikel gehen.

 

Täglich grüßt die Tonleiter

 

Eigentlich sollte jeder Deiner Klavierübungen mit Tonleitern beginnen. An besten man fängt mit den einfachen Tonleitern an, wie C-Dur. Wir erinnern uns: C-Dur benutzt keine der schwarzen Tasten am Klavier, ist also supereinfach. Spiele C-Dur am Anfang jeder Übung. Du kannst langsam anfangen, dann schneller spielen, und verschiedene Rhythmen ausprobieren, sodass sie deine Finger an die Tonleiter gewöhnen. Du kannst die Tonleiter auch in höheren und tieferen Lagen auf dem Klavier spielen.

 

Genug für alle da!

 

Funktioniert die C-Dur Tonleiter, geht es an die etwas komplizierteren Tonleitern, also die, die immer mehr schwarze Tasten gebrauchen. Fange mit den einfachen an: G-Dur verwendet zum Beispiel in Kreuz als Vorzeichen, hier wird aus dem F ein F# (also die schwarze Taste rechts neben dem F). Auch hier kannst Du wieder mit dem Tempo und den verschiedenen Tonhöhen spielen. Danach kommt D-Dur, A-Dur, und so weiter… Und das ganze Spiel funktioniert natürlich auch mit den Moll-Tonleitern! Es gibt also genug Tonleiter, um Dich für eine ganz lange Zeit zu beschäftigen.

 

Gründe, warum Tonleiter üben so wichtig ist

 

Okay, ganz ehrlich: ein bisschen langweilig können Tonleitern doch werden, wenn man sie jeden Tag übt. Doch: es wird Dir so viel bringen, dass Du später nur dafür dankbar bist, dass Du Dir die Arbeit gemacht hast! Hier sind ein paar Gründe, warum Tonleitern so wichtig sind.

 

  • Tonleitern entwickeln dein musikalisches Gehör. Jeder Song ist in einer bestimmten Tonart geschrieben. Je mehr Du Tonleitern auf dem Klavier spielst und sie in deiner Erinnerung verankerst, desto leichter fällt es Dir, zu erkennen, in welcher Tonart ein Stück gespielt wird.
  • Tonleitern helfen Dir, neue Lieder schneller zu lernen. Wenn Du neue Lieder lernst, die zum Beispiel Vorzeichen haben, dann kann es am Anfang sehr schwer sein, nicht zu vergessen, wann die schwarzen Tasten gedrückt werden müssen. Wenn Du aber Deine Tonleitern regemäßig übst, dann fällt Dir das gleich viel einfacher!
  • Tonleitern sind auch nützlich, wenn du Musikprüfungen ablegen willst. Dort wirst Du nämlich aufgefordert, Tonleitern zu spielen, ganz ohne Noten und alles. Dir wird nur gesagt: „D-Dur“, und dann musst Du darauf los spielen. Aber: nach all dem täglichen Üben ist das absolut kein Problem!
  • Tonleitern helfen Dir später, Harmonien zu bilden und mit der rechten Hand Lieder zu begleiten. Gute Musiker können ganz ohne Noten Akkorde und Harmonien bilden, wenn sie einen neuen Song singen oder zum ersten Mal auf dem Klavier spielen. Diese Harmonien sind aus den Tonleitern aufgebaut. Aber damit beschäftigen wir uns in einem zukünftigen Artikel genauer!

Das irische „Musikohr“

 

Notenlesen lernen – das ist das kleine Übel, das man am Anfang seiner Musikkarriere über sich ergehen lassen muss. Notenlesen lernen braucht ein bisschen (funktioniert aber ganz einfach mit der Hilfe unserer Lehrer hier!), doch es jagt so manchem Anfänger erst mal etwas Angst sein. Doch es gibt Musiktraditionen, in denen Notenblätter sehr lang überhaupt keine Rolle spielten, und alle die Lieder nur mit ihrem Gehör lernten. Deshalb werfen wir heute einen Blick auf die irische Volksmusik.

 

Irische Volksmusik – kurzer Einstieg

 

Die irische Volksmusic hat eine sehr lange Tradition und ist über 2,000 Jahre alt, das wichtigste Instrument war die Harfe. Ab dem Mittelalter gab es viele professionelle Harpisten, die als Hofmusiker in einem Schloss lebten und für die Abendunterhaltung bei Bier und Wien zuständig waren (also genauso, wie es heute noch in vielen Dorfkneipen in Irland üblich ist!). Eine Musikerkarriere fing an, wenn ein Junge extrem jung war, und sein Meister brachte ihm alle Musik ohne Noten bei – viele Musiker konnten nicht lesen, und einige von ihnen waren sogar blind. Für blinde Menschen war eine Karriere als Musiker eine gute Option, und sie waren in der Gesellschaft sehr hoch angesehen.

 

Irische Musik im Exil und Überall

 

Nachdem die Clanchefs von den Engländern aus Irland vertrieben wurden, wurde auch die irische Musik verboten. Doch die irische Volkmusik war stärker als die Eroberer. Sie lebte in den Köpfen und Herzen der Iren weiter, und als diese nach Amerika und in die ganze Welt auswanderten, nahmen sie ihre Musik mit. Seit 1920 in Amerika die irische Musik mehr und mehr Bekanntheit gewann, ist die ein fester Teil der weltweiten Musikszene, und Künstler wie The Dubliners und Flogging Molly machen sie noch heute für jedermann hörbar und erlebbar. Und mal ehrlich: wer kann einem guten Reel oder Jig schon wiederstehen?

 

Orale Tradition ohne Noten

 

Wie wir schon erwähnt haben, wurde irische Musik völlig ohne Noten gespielt und gelernt. Das kam daher, dass die Volksmusik von Anfang an eine orale Tradition war und mündlich weitergegeben wurde – ganz ähnlich wie die Märchen und Volkssagen, die erst von den Brüdern Grimm schriftlich festgehalten wurden. Die orale Tradition machte die Musik lebendig, und sie befand sich immer im Wandel – jede Stadt, jeder Musiker hatte seine eigene Interpretation der bekannten Themen und spielte sie so, wie er sie spielen wollte – also komplett anders als die klassische Musik, bei der jede Note genau richtig wiedergegeben werden muss!

 

Irische Noten und irische Volksmusik heute

 

Es war erst Ende des 18. Jahrhunderts, dass die ersten Menschen begannen, irische Musik niederzuschreiben und zu sammeln, da sie Angst hatten, dass die Tradition für immer verloren geht. Und das war auch richtig so: andernfalls wären heute sehr viele Lieder für immer verschwunden. Heute kann man sehr viele der Lieder auch online finden in großen Datenbanken, doch die orale Tradition ist immer noch sehr deutlich: von jedem Lied gibt es hunderte verschiedene Varianten, aus denen man sich eine aussuchen kann. Doch Studenten der irischen Volksmusik wird bis heute beigebracht, dass der beste Weg, neue Lieder zu lernen, der ist, sich in ein Pub zu setzen und den alten Meistern beim Spielen zuzusehen: genau so, wie es schon seit hunderten von Jahren gemacht wurde.

 

Auf unserer Seite bieten wir einen Klavierkurs ohne Noten an, falls Du ohne Notenblätter anfangen willst, das Klavier zu erkunden. Schau doch mal rein!

Ein Klavier ohne Spieler

 

Lange bevor es den ersten iPod gab, lange, bevor Spotify und Handys Musik fest als ständigen Soundtrack in unserem Alltag verankert haben, ja sogar noch lange vor Walkmans, Plattenspielern und dem Radio gab es nur eine Möglichkeit, Klaviermusik zu hören: Indem  man jemanden fand, der Klavier spielen konnte, und gerade Zeit und Lust hatte, Klavier zu spielen. Doch das Pianloa, ein selbst spielendes Klavier, änderte das…

 

Die Erfindung des Pianolo

 

Ein Pianola ist ein selbstspielendes Klavier, das heißt, ein Klavier, das ohne Pianisten funktioniert. Es wurde um 1900 erfunden und  trat dann schnell seinen Siegeszug weltweit an. Die ersten selbstspielenden Klaviere wurden von der Firma Aeolian Company in New York gebaut, und sie gaben ihrem Produkt den  Namen „Pianola“. Doch wie auch bei Taschentüchern, die weithin als „Tempo“ bekannt sind, bekam der Markenname bald die Bezeichnung für alle selbstspielenden Klaviere.

 

Wie funktioniert ein selbstspielendes Klavier?

 

Auf den ersten Blick sieht ein selbstspielendes Klavier sehr kompliziert aus, doch das System ist eigentlich ein ganz einfaches: Die Tasten werden durch  Saugkraft bedient, ähnlich zum Beispiel wie bei einer Harmonika. Doch woher weiß das Klavier, welche Tasten es spielen muss? Jedes selbstspielende Klavier kann mit sogenannten „Notenrollen“ bestückt werden. Diese sind lange Papierbänder, auf denen in Lochschrift die Tasten notiert sind, die angespielt werden sollen. Die Lochschrift ist sozusagen die älteste Form der Computerschrift. Sie funktioniert ganz ähnlich wie eine Stiftwalze, also eine runde, metallische Walze, auf der ein paar Noppen angebracht sind, die anzeigen, welche Töne gespielt werden. Ganz kleine Versionen von Stiftwalzen-Instrumenten lassen sich heute noch im Spielwarengeschäft finden, mit einer Kurbel an der Seite, um sie anzutreiben.

 

Wofür wurde ein Pinola benutzt?

 

Das Pianola konnte verwendet werden, um Klavierspieler zu ersetzen: Man musste keinen Künstler mehr bezahlen, um in der Bar am Abend Unterhaltung zu haben, oder einen Stummfilm zu begleiten. Witzigerweise kam aber bald der Beruf des „Pianolists“ zustande – also eine Person, die ein selbstspielendes Klavier spielte. Komisch, oder? Warum brauchte man nun einen Spieler, wenn das Klavier von selbst spielte? Ganz einfach: der mechanische „Sound“ war einfach nicht genug. Der Pianolist konnte mit ein paar Tasten  das Spiel beeinflussen und lebendiger machen. Dennoch  – ein seltsamer Beruf!

 

Was ist mit dem Pianola heutzutage?

 

Heute wird das Pianola nicht mehr benötigt, um Musik wiederzugeben – dafür haben wir nun den iPod, oder Spotify, oder unseren CD-Player. Dennoch ist das Pianola nicht ganz ausgestorben. Wie für alle alten Dinge gibt es viele Liebhaber, die noch heute in Pianola besitzen – in manchen Bars und Kneipen ist das Pianola auch eine unterhaltsame  Sehenswürdigkeit. Das alte System der Notenrollen wird heute noch in Drehorgeln verwendet, die man manchmal in der Fußgängerzone hören und sehen kann. In Amsterdam gibt es auch ein Pianola Museum, indem Pianolas und alte Notenrollen ausgestellt sind. Die haben eine Auswahl von über 20.000 Liedern dort. Das sind sogar noch mehr, als wir hier auf der Seite in unserem Archiv haben! Aber wir sind uns sicher, dass auch in unserer Auswahl etwas dabei ist, das Du gerne spielen lernen willst.

Wofür werden die Pedale des Klaviers verwendet?

 

 

Du bist mit dem Spielen mit beiden Händen gleichzeitig, mit allen zehn Fingern, noch nicht ausgelastet? Dann gibt es noch eine Steigerung, um das Klavierspielen noch schwerer zu machen – und zwar, indem man auch noch die Füße zum Spielen verwendet. Natürlich nicht auf der Tastatur – sondern indem man die Füße benutzt, um die Pedale des Klaviers zu verwenden. Doch wofür sind diese Pedale eigentlich gut?

 

 

Die drei Pedale

 

Falls Du ein Klavier Zuhause zum Üben hast, dann hast Du sicher schon die drei Fußpedale bemerkt, die unten aus dem Klavierkörper herausgucken. Diese haben eine ganz besondere Aufgabe: sie verändern den Tonfall des Klaviers, sobald sie gedrückt werden.  Gehen wir ganz kurz die Effekte durch, die die verschiedenen Pedale erzeugen:

 

  • Rechtes Pedal: Dieses Pedal macht das Klavier lauter. Wie genau das funktioniert? Alle Saiten im inneren das Klaviers haben Dämpfer, also kleine Wattepads, die die Saiten „stillhalten“, sodass sie nicht schwingen können und damit auch keinen Ton von sich geben. Nur, wenn eine Taste bedient wird und eine Saite angeschlagen, hebt sich der Dämpfer auf genau dieser einen Saite, und so ertönt nur der Ton dieser einen Saite, die man spielt. Wenn nun aber das rechte Pedal gedrückt wird, dann heben sich alle Dämpfer gleichzeitig an, und alle Saiten „schwingen“ mit der angeschlagenen Saite mit. So klingt der Klavierton lauter und „voller“.
  • Das linke Pedal: Dieses Pedal ist hat den gegenteiligen Effekt zum rechten Pedal. Ist es drückt, dann klingen die Töne leiser. Das passiert, indem das „Hämmerchen“, das bei dem Drücken der Taste auf die Saite schlägt, näher an die Saite herangebracht wird. Aufgrund des kürzeren „Ausholwegs“ ist der Ton dann leiser.
  • Bei großen Konzertflügeln gibt es auch noch ein mittleres Pedal. Dieses hat eine ganz besondere Aufgabe: ist es gedrückt, dann „schwingt“ der angespielte Ton im Hintergrund weiter, während der Pianist neue Töne spielt. In manchen, sehr anspruchsvollen Klavierstücken ist dieser „Special Effect“ gefragt – doch normalerweise kommt man gut ohne das dritte Pedal aus.

 

 

 

Pedale benutzen

 

Zuerst einmal: Deine Hände sind beim Klavierspielen viel wichtiger als Deine Füße. Deshalb ist es sinnvoll, erst mit den Pedalen anzufangen, wenn Du Deine Handbewegungen gut koordinieren kannst. Wenn das alles klappt, kannst Du anfangen, Tonleitern rauf- und herunter zu spielen, und die Pedale dabei verwenden, damit Du Dich an den Klang gewöhnen kannst.

 

 

Pedale im Notensystem

 

Um zu wissen, wann man Pedale verwenden soll, kann man in die Noten eines Stückes schauen. Dort haben Komponisten manchmal notiert, wann und wie die Pedale verwendet werden sollen. Ein „Ped.“ in den Noten bedeutet, dass das rechte Pedal gedrückt werden soll. Ein * markiert die Stelle, an der das Pedal wieder losgelassen werden muss.

 

Allerdings ist es so, dass in den meisten Klavierstücken die Verwendung der Pedale nicht angegeben ist. Deshalb muss man als Pianist selbst herausfinden, wann und wie man die Pedale einsetzen will, und wie das Stück am besten klingt.

 

Deshalb: Viel Spaß beim Ausprobieren!

Warum Kinder Klavierspielen lernen sollten

Viele Erwachsene bereuen es, dass sie als Kind nicht konsequent ein Instrument gelernt haben. Sie sind traurig, dass sie selbst ihre musikalische Ausbildung nicht ernst genommen haben, dass sie kein Interesse am Musikunterricht gezeigt haben, oder aber, dass ihre Eltern sie nicht genug unterstützt haben, ihre musikalische Ausbildung weiter zu verfolgen. Natürlich kann man auch als Erwachsener noch ein Instrument lernen, doch als Kind anzufangen, hat extrem viele Vorteile, die weit über das musikalische Verständnis hinausgehen.  Doch zuerst werden wir darüber reden, warum Kinder die besseren Pianisten sind, wenn man die mit erwachsenen Klavierschülern vergleicht.

 

Warum Kinder die besseren Klavierspieler sind

 

  1. Mehr Zeit

 

Junge Menschen haben mehr Zeit zur Verfügung, um Klavier zu lernen. Kinder können zum Beispiel nach der Schule jeden Tag üben, da sie sonst nicht so viele Verpflichtungen haben. Das heißt also, dass Kinder schnellere Fortschritte machen können als Erwachsene, und schneller Erfolgserlebnisse haben. Wenn man erst später im Leben mit dem Klavierspielen beginnt, hat man nie wieder so viel Zeit, um sich einem Instrument zu widmen.

 

  1. Einfacher lernen

Kinder lernen einfacher als Erwachsene. Neue Dinge wie Sprachen, ein Instrument oder andere Informationen sind für sie eine Schatzkiste mit neuem Wissen, auf das sie sich mit aller Energie stürzen. Viele Studien haben bewiesen, dass Kinder schneller und mit weniger Aufwand als Erwachsene lernen können. Deshalb macht es Sinn, dass Kinder schon früh mit dem Spielen eines Instrumentes anfangen, zum Beispiel in einer Klavierschule. Kinder können dort, oder aber auch durch Online-Stunden, die ersten Schritte in ihrer Musikkarriere erklimmen und werden spielerisch an die Musik herangeführt.

 

  1. Äußere Motivation

Man kann Motivation in zwei Teile aufteilen: Innere und äußere Motivation. Innere Motivation kommt aus uns selbst heraus, und bedeutet, dass wir etwas wirklich machen wollen, und es genau deshalb tun. Äußere Motivation heißt, dass uns etwas anderes beeinflusst: wir gehen zum Beispiel nicht immer zur Arbeit oder zur Schule, weil wir es wollen, sondern weil wir Geld verdienen müssen oder weil wir gute Noten brauchen. Wen es um das Klavierspielen geht, dann haben Kinder oft eine äußere Motivation, warum sie in den Unterricht gehen und Klavier lernen: um die Eltern glücklich zu machen oder einfach, weil es von ihnen verlangt wird. Erwachsene haben eine solche äußere Motivation nicht, und deshalb fällt es ihnen oft schwerer, am Ball zu bleiben. Bei Kindern ist es dagegen so, dass die äußere Motivation irgendwann zu einer „inneren“ Motivation wird, wenn Kinder genug Erfolgserlebnisse beim Klavierspielen gesammelt haben. Und von da an geht das Üben und Lernen fast wie von selbst!

 

Vorteile für Kinder, die Klavierspielen lernen

 

Doch welche Vorteile hat ein Kind, wenn es schon früh mit dem Spielen des Klaviers beginnt? Wir werden hier auflisten, warum Klavierunterricht für Kinder so wichtig ist und was ein Kind dabei alles lernen kann:

 

  1. Fördert die Konzentration

Kinder müssen heutzutage früh lernen, sich für lange Zeiträume zu konzentrieren. Das ist nicht ganz einfach – vor allem, wenn sie Dinge lernen, die viel Zeit in Anspruch nehmen und nicht sofort zu Erfolgserlebnissen führen. Das ist anders beim Klavier lernen: Kinder können sofort hören, wenn etwas richtig klingt, und bleiben so länger bei der Sache. Sie können kann ihre Konzentration, die sie beim Klavierlernen erworben haben, auch in der Schule umsetzen und anwenden.

 

  1. Kreatives Spielen führt zu Selbstbewusstsein

In der Schule gibt es für Kinder viele Antworten, die „richtig“ oder „falsch“ sind. Wenn ein Kind zu oft hört, dass etwas „falsch“ ist, dann kann es schnell das Selbstbewusstsein in seinen eigenen Fähigkeiten verlieren. Schnell geht in unserem rigorosen Schulsystem die Freude am Ausprobieren und an der Kreativität verloren. Das führt zu geringer Motivation und dazu, dass Kinder keinen Spaß mehr am Lernen haben. Wenn ein Kind aber ein Instrument wie das Klavier lernt, dann kann Kreativität ausprobiert und ausgelebt werden. Natürlich folgt das Klavierspiel bestimmten Regeln – doch darüber hinaus sollte Kindern genug Freiraum gelassen werden, das Instrument für sich selbst zu entdecken. Kinder haben, im Gegensatz zu Erwachsenen, keine Angst, etwas „falsch“ zu machen oder „zu laut“ zu spielen. Diese kreative Energie sollte in jedem Kind gefördert werden, um so dessen Selbstbewusstsein zu steigern.

 

  1. Musiktheorie fürs Leben gelernt

Lernt ein Kind schon früh ein Instrument, dann sind ihm später alle Wege der musikalischen Entwicklung offen. Eine solide Grundausbildung in jungen Jahren ist dabei ein perfekter Startpunkt. Neben den Fähigkeiten, das Klavier spielen zu können, lernt ein Kind im Klavierunterricht nämlich die Sprache der Musik kennen. Anders als Erwachsene, die sich die Musiktheorie „Wort für  Wort“ aneignen müssen, sind Kinder in der Lage, Konzepte schnell und intuitiv zu verstehen. Ein guter Lehrer kann ihnen dann langsam, aber sicher die formelle Sprache für die Konzepte beibringen im Klavierunterricht. Kinder haben somit einen praktischen und theoretischen Hintergrund, von dem sie als Erwachsene lange zehren können, und der es ihnen einfach macht, später im Leben zu jeder Zeit zur Musik zurückzukehren. Hat man einmal die Grundlagen der Musik gelernt und verinnerlicht, ist es kein Problem,  neue Instrumente zu lernen, selbst wenn man für eine lange Zeit nicht geübt hat.

 

  1. Mehr Wissen führt zu mehr Freude an der Musik

Musik ist eine Welt für sich. Eine Welt, die eine eigene Sprache spricht und nach ihren eigenen Regeln funktioniert. Alle Menschen verstehen Musik „emotional“, können die Gefühle in einem Liebeslied oder in einem Rebellensong hören. Doch die solide theoretische Grundausbildung macht es einem Menschen einfacher, auch die technische Seite der Musik zu verstehen, und neue Genres zu „begreifen“, auch wenn sie am Anfang etwas seltsam klingen sollten. Wenn man schon als Kind die Musiktheorie verstehen lernt, dann fällt es einem als Erwachsener leichter, Musik zu verstehen. Und dieses Wissen führt dazu, dass man sein Leben lang mehr Freude an der Musik haben wird.

 

Warum online lernen für Kinder besser ist

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Dies sind nur einige Argumente, warum Klavierunterricht für Kinder so wichtig ist. Doch Klavierunterricht für Kinder kann sehr teuer sein, und manchmal mag des Kind den Lehrer nicht, manchmal ist der Weg zu nächsten Klavierschule zu weit…. Es gibt viele Gründe, warum das Klavierspielen lernen für Kinder sehr anstrengend sein kann und das Kind die Freude am Unterricht verliert. Eine Lösung dafür ist es, einen Online-Kurs zu finden.

 

Mit einem Online-Kurs kann jedes Kind zu schnell und langsam lernen, wie es will, und ist nicht an strikte Regeln und Zeitpläne gebunden. Deshalb bieten wir auf dieser Webseite zwei Klavierkurse an, „Klavier ohne Noten“ und Klavier für Anfänger“. Wir haben außerdem eine große Datenbank mit Liedern, die man sich mithilfe von Nachahmung selbst beibringen kann. Viel Spaß!

 

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