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Die 5 häufigsten Störungen im Klavier

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Klaviere sind unglaublich präzise, filigrane und aufwendig konstruierte Instrumente. Nicht nur ihre Anschaffung ist teuer, sondern auch ihr Unterhalt erfordert Hingabe. Der Standort, die Pflege und die Aufmerksamkeit, die du deinem Klavier widmest, sind wichtige Faktoren für seine Lebensdauer. Doch auch bei aller Vorsicht beim Klavier spielen kann es mit der Zeit zu technischen Defekten kommen. Wir präsentieren dir die 5 häufigsten Störungen im Klavier und was sie für dein Klavierspiel bedeuten.

Dein Klavier ist verstimmt

Auch wenn dein Klavier ein Tasteninstrument ist, so zählt es doch auch zu den Saiten- und Schlaginstrumenten. Am Ende einer jeden Taste sitzt ein kleines Filzhämmerchen. Schlägst du die Taste, so schlägt es die entsprechende Saite deines Klaviers an und ein Ton wird erzeugt. Dieser filigrane Prozess kann mit dem häufigen Spielen aber Auswirkungen auf den Klang haben. Schlägst du beispielsweise eine Taste oftmals zu stark an, so verändert das die Spannung der jeweiligen Saite und der Ton verstimmt langsam.

Auch ohne regelmäßiges Klavier spielen kann sich der Klang deines Instruments aufgrund der Umgebungsbedingungen verändern. Der Klangkörper eines Klaviers besteht aus einem Resonanzboden, einem Rasten und einer Gussplatte, auf der die Saiten mit sehr viel Druck gespannt sind. Der Resonanzboden besteht aus Holz, wodurch sich sein Druck je nach vorherrschender Luftfeuchtigkeit minimal verändern kann. Die Saiten passen sich diesen Bedingungen an und rutschen ungleichmäßig nach. Das Ergebnis sind Verstimmungen.

Du fragst dich, woran du erkennen kannst, ob dein Klavier verstimmt ist?Schlage eine Taste deines Klaviers an und höre ganz genau hin. Klingt der Ton vibrierend bzw. verändert er mit der Zeit seinen Klang? Wirkt er auf dich unruhig und nicht klar? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er verstimmt ist. Je schneller diese Vibration im Klang der Taste zu hören ist, umso stärker ist auch die Verstimmung.

Zudem kann sich die Tonhöhe deines Klaviers verstellen. Hier kannst du die Werte mit Hilfe eines Stimmgeräts (Frequenzmessgerät) überprüfen.

Risse im Resonanzboden

Wir haben ihn eben erwähnt und widmen uns ihm jetzt ganz ausführlich – dem Resonanzboden. Er ist das Herzstück des Klangkörpers von einem Klavier und aus Holz gefertigt. Das heißt, der Standort von deinem Instrument und das dort vorherrschende Klima sind entscheidend für seine Lebensdauer. Sollten die Bedingungen nicht ideal sein oder dein Klavier einfach schon zur älteren Generation gehören, so können sich Risse im Resonanzboden bilden.

Bei den Rissen selbst solltest du dein Klavier allerdings noch nicht aufgeben. Stattdessen sind sie meist noch kein Grund zur Beunruhigung, sondern eher eine Motivation, den Zustand deines Instruments genau im Auge zu behalten.

Wichtig ist, dass du auf die Verleimungen der Stege, Rippen und der Bodenauflage achtest. Durch die Risse im Resonanzboden verändert sich die Spannung im Holz, was die Verleimung der einzelnen Teile belasten kann. Schreitet dieser Prozess ohne dein Eingreifen fort, so könnte dein Klavier nach einer Weile beginnen, beim Spielen ein Rasseln zu erzeugen. In diesem Falle ist die fachmännische Hilfe eines Profis für Klavierbau gefragt.

Eine oder mehrere Tasten klemmen oder bleiben hängen

Du setzt dich ans Klavier, willst die Tasten anschlagen und merkst plötzlich – da stimmt etwas nicht. Plötzlich klemmen eine oder mehrere Tasten und lassen sich nicht mehr ordentlich bewegen. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Mögliche Auslöser können Staub oder Ablagerungen sein, manchmal sind es auch Fremdkörper, die in das Klavier geraten und das Bewegungsspiel blockieren. Häufig liegt der Grund aber auch – wieder einmal – beim Standort deines Klaviers.

Herrscht beispielsweise eine zu geringe Luftfeuchtigkeit in dem Raum, in dem das Instrument steht, so kann dies die verbauten Holzelemente regelrecht austrocknen. Die Teile ziehen sich zusammen und in der Folge beginnen die Tasten, zu klappern. Andersherum kann eine zu große Luftfeuchtigkeit dazu führen, dass Metallteile deines Klaviers rosten und sich entsprechend nicht mehr so einfach bewegen lassen. Achte also unbedingt darauf, dass am Standort deines Klaviers eine optimale Luftfeuchtigkeit herrscht und verhindere so langfristige Folgen für das Klangspiel.

Vorbeugend kannst du die Tasten deines Klaviers auch regelmäßig mit einem nassen Tuch oder geeigneten Reinigungstüchern säubern und Ablagerungen entgegenwirken. Vergiss dabei nicht die Zwischenräume, in die sich besonders gern Staub und Dreck absetzen!

Eine gerissene Saite

Klaviersaiten halten, im Gegensatz zu den Saiten von anderen Instrumenten, verhältnismäßig lang. Sie kommen in der Regel nur mit den kleinen Filzhämmerchen in Berührung und leiden dadurch nicht unter der Einwirkung vom Fett auf unseren Fingern und der Oxidation. Dennoch gehören zu den wohl häufigsten, aber deswegen nicht weniger ärgerlichen Störungen im Klavier gerissene Saiten. Das kann bei einem alten Klavier auf dem Dachboden vorkommen, das Besuch von einem fleißigen Nager hatte oder an einer anderen Ursache im Klaviermechanismus liegen.

Profis und Hobbybauer übernehmen den Vorgang des Saitenwechsels selbst. Hast du das allerdings noch nie gemacht, so empfehlen wir dir, hierfür einen Profi zu beauftragen. Nicht nur, weil das Austauschen einer Klaviersaite etwas Fingerspitzengefühl und Know-How erfordert. Hinzu kommt, dass eine neu eingezogene Saite angemessen gestimmt werden muss. Je nach Saitenart, Fall und Modell liegen die Kosten hierfür bei ca. 50-60€ und aufsteigend pro Saite.

Es ist beim Tastenanschlag kein Ton zu hören

Diese Störung im Klavier scheint zunächst fatal: du schlägst eine Taste an und kein Ton ist zu hören. Bleib in diesem Fall ganz ruhig. Manchmal schwingen die Filzhämmerchen, die deine Klaviersaiten anschlagen, nicht von allein zurück. Vielleicht ist auch die Saite der entsprechenden Taste gerissen (mehr dazu hast du schon beim vorhergehenden Tipp gehört). Oder es ist eine andere Ursache, die die Taste zum Verstummen bringt.

Vielleicht kannst du den Grund selbst ermitteln, ohne dabei zu tief in die Funktionsweise deines Instruments einzugreifen und eventuell größeren Schaden anzurichten. Beispielsweise kannst du bei offenem Deckel bzw. offener Frontklappe die stumme Taste anschlagen und dann bei den Nachbartasten vergleichen, welche Unterschiede du in der Mechanik erkennen kannst.

Solltest du hier nicht auf den ersten Blick eine einfache Erklärung finden, so hole auf jeden Fall einen versierten Klavierbauer bzw. Stimmer zu Rate.

Du siehst, beim Klavier spielen kann es nicht schaden, auch etwas mehr über das Instrument selbst und seine Funktionsweise zu verstehen. So kannst du bei der Wahl des passenden Standorts und auch bei Wartung und Pflege von vornherein dafür sorgen, dass du sehr lang Spaß an deinem Schatz hast. Sollte dennoch eine der häufigsten Störungen im Klavier auftreten und du nicht weiter wissen, so wende dich vertrauensvoll an einen Fachmann, der dir weiterhilft.

Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem Klavier!

Die 5 größten Fehler beim Klavier spielen lernen für Beginner

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Es gibt Fehler, die viele Anfänger im Klavierunterricht unbewusst machen. Wir stellen sie dir vor, damit du von Anfang an richtig in die Tasten hauen kannst. Hier sind die 5 größten Fehler beim Klavier spielen lernen für Beginner:

Die falschen Fingersätze verwenden

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass manche Noten auf deinen Notenblättern mit einer kleinen Zahl versehen sind? Das ist kein Zufall, sondern eine sogenannte Applikatur bzw. der Fingersatz. Diese Zahlen helfen dir beim Spielen von Streich-, Zupf- und Tasteninstrumenten bei der Orientierung. Das bedeutet, der Fingersatz zeigt dir an, mit welchem Finger du eine bestimmte Note spielen sollst.

Gerade beim Klavier mit seinen 88 Tasten macht das viel Sinn und kann eine große Hilfe sein. Fortgeschrittene Klavierspieler kommen ohne Fingersätze meist kaum noch zurecht, wenn sie schwierige Stücke spielen wollen. Allerdings wollen auch die Applikaturen zunächst erst einmal gelernt und geübt werden. Und Hand aufs Herz – das kann ziemlich langweilig sein!

Zu den häufigsten Anfängerfehlern beim Klavier spielen lernen gehört deshalb das Verwenden falscher Fingersätze.

Was kann man bei Fingersätzen falsch machen?

Einiges! Zu Beginn des Klavierunterrichts wird in der Regel jedem Schüler grundlegendes Wissen über Fingersätze beigebracht. Doch viele entscheiden sich in den ersten Übungsstunden dazu, genau diese Kenntnisse zu ignorieren und nach Gefühl oder Gedächtnis zu spielen. Das mag sich zunächst natürlicher anfühlen und anfangs keinen Unterschied ausmachen. Die Rechnung kommt dafür später, wenn du schwierigere Stücke spielen möchtest und auf eine Führung durch Fingersätze angewiesen bist.

Ein weiterer typischer Fehler ist, sich einen bestimmten Fingersatz anzugewöhnen. Meist ist das der einfache bzw. die Applikatur mit den wenigsten Sprüngen. Auch das macht das Klavier spielen zu Beginn leichter, wird sich aber langfristig rächen. Denn meist merkst du erst viel zu spät, dass ein bestimmter Fingersatz sich bei schweren Liedern oder schnellem Tempo nicht spielen lässt. Dir dann eine neue Haltung anzutrainieren kann viele Tage dauern, denn dein Kopf und deine Finger sind bereits auf die bisherigen Abläufe trainiert.

Spar dir diesen Frust und achte von Anfang an auf die richtigen Fingersätze! 

Die falsche Haltung

Das Sprichwort „Haltung ist alles” kommt nicht von ungefähr. Das falsche Sitzen beim Klavier spielen kann dir nicht nur lästige Verspannungen und Rückenschmerzen bringen. Zusätzlich verhindert eine falsche Haltung auch, dass du angenehm und unverkrampft die nötigen Tasten schlagen kannst.

Was sollte man bei der Haltung vor dem Klavier vermeiden?

Sitzt du zu nahe an der Klaviatur, so wird es dir schwer fallen, deine Arme vor dir genügend auszustrecken. Deine Handgelenke werden diese Bewegung ausgleichen, aber genau das wird sich mit der Zeit in Schmerzen bemerkbar machen. Setze dich stattdessen möglichst an den Rand der Klavierbank und schiebe sie soweit zurück, bis deine Ellbogen leicht vor deinen Schultern ausgestreckt und parallel zum Boden sind.

Genauso wichtig ist auch die richtige Handhaltung. Ein beliebter Fehler ist beispielsweise, dass die Handgelenke mit der Zeit nach unten fallen. Das verspannt nicht nur deine Arme, sondern hemmt auch die Geschwindigkeit, mit der du spielen kannst. Achte darauf, dass deine Handgelenke nicht nach unten durchgedrückt sind und du die Hände beim Spielen nicht strecken musst. So kannst du ideal das Gewicht deiner Arme auf deine Finger übertragen und die Tasten mühelos bedienen.

Zu guter Letzt: Versuche, dir eine aufrechte Sitzhaltung anzugewöhnen. Die Vorstellung, dass du ein Buch auf dem Kopf balancieren musst, hilft dir dabei.

Das Klavier stiefmütterlich behandeln und wenig üben

Kommen wir zum Kern der Sache – all die Tipps und der ganze Unterricht bringen nichts, wenn du das Klavier ignorierst. Als Dekoration ist es zwar ganz nett anzuschauen, noch viel wichtiger ist aber, dass du regelmäßig spielst.

Mit „regelmäßig“ meinen wir nicht, dass du dich einmal die Woche mit aller Kraft dazu aufraffst. Dann kommen meistens viel zu lange Übungssessionen von 2 Stunden und mehr heraus. Dein Durchhaltevermögen in allen Ehren, an sich ist das aber eher kontraproduktiv, weil der Frustfaktor so nur steigt.

Wie oft sollte man üben, um Klavier spielen zu lernen?

Alternativ könntest du versuchen, dir bewusst jeden oder zumindest jeden zweiten Tag eine viertel bis halbe Stunde Zeit für das Üben zu nehmen. Bei den kleineren Einheiten verlierst du nicht so schnell den Spaß, überforderst dich und deinen Körper nicht und – ganz wichtig – du bleibst dran. Dein Gehirn kann sich so auf den kontinuierlichen Input einstellen und hat genügend Zeit, alles zu verarbeiten. 

Das Ergebnis? Du lernst schneller, effektiver und nachhaltiger.

Zu schnell zu viel wollen

Wenn man an das Klavier spielen denkt, dann hat man meistens professionelle Pianisten im Kopf, wie sie Stücke großer Meister spielen. Das ist natürlich ein toller Ansporn. Aber du solltest nie vergessen: Diese Personen haben viele Jahre gebraucht, bis sie Profis waren.

Wir wissen sehr gut, wie das ist. Schließlich möchten wir dir dabei helfen, das Klavier spielen so schnell und einfach zu erlernen. Dafür bieten wir dir eine Vielzahl an praktischen Lösungen und hilfreichen Tipps an. Dennoch: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Einer der größten Anfängerfehler besteht darin, sich selbst zu sehr unter Druck zu setzen und zu schnell zu viel zu wollen.

Wie kann man diesen Frust vermeiden?

Einer der wichtigsten Ratschläge, die wir jedem Anfänger des Klavier spielens an die Hand geben können, ist: Sei geduldig mit dir selbst. Es ist vollkommen normal, dass man das Instrument nicht in einem Jahr, geschweige denn in einem Monat oder gar einer Woche vollständig erlernt. Fortschritte benötigen immer harter Arbeit und viel Übung.

Es ist nicht leicht, die Euphorie der ersten Tage kontinuierlich beizubehalten. Wenn du dir aber immer wieder vor Augen führst, was du alles schon geschafft hast und wie toll du vorankommst, so wird es dir leichter fallen. Freue dich über jeden noch so kleinen Erfolg, übe kontinuierlich und sei stolz auf das, was du erreicht hast. So kommt auch kein Frust auf und das Klavier spielen lernen macht weiterhin Spaß.

Angst vor Fehlern oder Auftritten

Unser letzter Fehler beim Klavier spielen lernen für Beginner klingt simpel, aber kann dich unheimlich ausbremsen: die Angst.

Vielen Klavierschülern ist es gerade anfangs unangenehm, Fehler beim Spielen zu machen. Noch schlimmer wird es, wenn man anderen etwas vorspielen soll. Schließlich möchte man perfekt wie ein Profi spielen und das Schlagen einer falschen Taste passt so gar nicht in dieses Bild.

Wie kannst du Angst vermeiden?

Die Antwort klingt genauso einfach, wie das Problem an sich: Entspann dich!

Wir wissen, dass das nicht einfach ist. Vor allem nicht, wenn dir jemand oder sogar mehrere Personen beim Spielen zuhören und dir auf die Finger schauen. Dennoch solltest du schon von Beginn an versuchen, dich diesen Situationen öfters zu stellen und dabei möglichst entspannt zu bleiben. Umso früher du bemerkst, dass Fehler völlig normal sind und nichts dabei ist, umso eher wirst du völlig unbeschwert spielen können.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Klavier spielen lernen!

5 Gründe einen Klavierstimmer zu beauftragen

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5 Gründe einen Klavierstimmer zu beauftragen

Obwohl es manchmal wie eine etwa zeitaufwendige Angelegenheit wirken kann, so ist es dennoch unvermeidlich, dass Sie gelegentlich dafür sorgen, dass ihr Klavier gestimmt wird. Es ist deshalb so wichtig, da es dafür sorgt, dass Ihr Klavier sich immer im bestmöglichen Zustand befindet. Das verschönert nicht nur das Spielen, sondern trägt auch zum Erhalt des Wertes Ihres Klaviers bei. Wir haben für Sie eine kleine Übersicht aus fünf Gründe zusammengestellt, warum Sie Ihr Klavier stimmen lassen sollten.

1.      Es verbessert den Zustand des Klaviers

Wenn Sie gerne möchten, dass Ihr Klavier nicht nur von außen etwas hermacht, sondern auch im Inneren alles in Ordnung ist, dann sollten Sie Ihr Klavier regelmäßig stimmen lassen. Durch das regelmäßige Stimmen des Klaviers können auf längere Sicht Schäden vermieden werden. Man darf nie vergessen, dass Klaviere sehr komplexe Instrumente sind, die ganzheitlich funktionieren müssen. Umso wichtiger ist es, in regelmäßigen Abständen einen zertifizierten Klavierstimmer das Instrument überprüfen zu lassen.

2.      Es erhöht den Wert des Klaviers

Da der Wert des Klaviers maßgeblich vom Zustand, der Funktionalität sowie der Klangqualität des Klaviers abhängt, ist eine regelmäßige Wartung unumgänglich. Es ist fast egal, was das Klavier stimmen kosten soll, das es auf lange Sicht die beste Entscheidung ist. Hierbei gilt es zu beachten, dass selbst geschulte Pianisten meist nicht in der Lage sind, Schäden am Instrument rechtzeitig zu erkennen. Wenn man also einen Klavierstimmer beauftragt, kann man sich sicher sein, dass das Klavier nicht nur die gewünschte Klangqualität beibehält, sondern auch keinen Wertverfall erleidet. Je öfter man das Klavier stimmen lässt, desto höher ist der Wert des Klaviers auf lange Sicht. Das ist natürlich besonders wichtig, falls Sie vorhaben, Ihr Klavier zu verkaufen.

3.      Das Klavier stimmen für den besten Klang

Die meisten Klavierliebhaber und Pianisten sind schon einmal an einem öffentlichen und frei zugänglichen Klavier gesessen oder haben jemanden darauf spielen gehört. Obwohl es natürlich sehr schön ist, dass die Liebe zum Klavier in die Welt hinausgetragen wird, ist es weniger schön, ein ungestimmtes Klavier zu hören. Schräge Töne sind etwas, das man bei seinem Klavier so gut es geht vermeiden will. Damit Ihr Klavier keine schrägen Töne erleidet oder falls die ein oder andere Tangente schon etwas anfällig zu sein scheint, sollten Sie sich an einen Klavierstimmer wenden. Ein Klavier hat im Schnitt weit über 200 Saiten, die es zu pflegen und zu stimmen gilt. Mit der Zeit können diese sich jedoch etwas ausdehnen, was eventuell zu schrägten Tönen führen kann. Ein geschulter Klavierstimmer sorgt dafür, dass jeder einzelne Ton immer bestens abgestimmt ist.

4.      Das Klavier stimmen lassen beugt Problemen vor

Wie bei den meisten Haushaltsgeräten und Fahrzeugen so ist es auch beim Klavier möglich, durch eine regelmäßige Wartung zukünftigen Problemen vorzubeugen. Zwar können Sie das Klavier selber stimmen und gibt es auch keine hundertprozentige Garantie, dass das Stimmen des Klaviers allen Problemen vorbeugt, jedoch erhöht es die Chancen um ein Vielfaches. Dabei ist es egal, ob es sich um Verschleiß oder eventuell fehlerhafte Teile handelt, die im Klavier verbaut wurden. Je länger man mit dem Stimmen wartet, desto teurer wird die vermeintliche Reparatur in der Zukunft. Ein regelmäßiges Stimmen des Klaviers ist also nicht nur vorteilhaft für den Klang des Klaviers, sondern ist gleichzeitig eine Vorsorge gegen Probleme in der Zukunft und das Wohlbefinden des Klaviers.

5.      Es erhöht die Spielfreude

Ein regelmäßiges Stimmen durch einen professionellen und erfahrenen Klavierstimmer sorgt nicht nur dafür, dass Ihr Klavier den ursprünglichen Wert, die gewünschte Funktionalität und eine schöne Klangqualität beibehält, sondern stellt Sie letzten Endes zufrieden. Vielleicht haben Sie nicht die Zeit dazu, sich mit verschiedenen Problemen am Klavier rumzuschlagen oder Sie verfügen nicht über die Fachkenntnisse, die Probleme selbst zu lösen. Egal, worum es sich auch handelt, die Spielfreude am Klavier entfaltet sich am besten, wenn das Klavier einwandfrei funktioniert und keinerlei Probleme aufweist. Dazu muss man sich aber stets darauf verlassen können, ein wohlgestimmtes und gewartetes Klavier zu haben. Ein Klavierstimmer stimmt also nicht nur Ihr Klavier, sondern ist maßgeblich daran beteiligt, dass Sie Ihre Spielfreude am Klavier voll und ganz ausleben können.

Lassen Sie regelmäßig Ihr Klavier stimmen

Um das Klavier im besten Zustand und so lange wie möglich frei von Problemen zu halten, sollten Sie Ihr Klavier alle sechs bis zwölf Monate stimmen lassen. Sollten Sie schon vorher irgendwelche Symptome potenzieller Probleme erkennen, kann dieser Zeitraum dementsprechend angepasst werden. Es ist sehr wichtig zu wissen, dass ein ungestimmtes Klavier auf Dauer nicht nur erheblich an Wert verliert, sondern dass es auch schwieriger und viel kostspieliger wird, das Klavier wieder auf Vordermann zu bringen.

Egal, ob man sich als Anfänger oder als Konzertpianist ans Klavier setzt. Alle Klavierliebhaber verspüren eine große Freude, sobald Sie das Speilen eines Ihrer Lieblingsstücke erlernen. Hierbei ist es egal, welches Stück man spielt. Die Voraussetzungen für ein gesundes Klavierspiel müssen gegeben sein. Daher muss ein Klavierstimmer die Qualität des Klaviers überprüfen und so dafür sorgen, dass das Klavier seinen Zweck erfüllen kann.

Schritt für Schritt zum Intervall – Theorie IV

Klavier

In diesem Artikel in unserer Theoriereihe werden wir uns den Intervallen zuwenden. Diese werden uns später in der Harmonielehre helfen, Akkorde und Kadenzen zu bilden – deshalb kann man sie als die kleinen und großen Lego-Bausteine der Musiktheorie verstehen.

 

Recap: Halb- und Ganztonschritte

Erinnern wir uns an die Halb- und Ganztonschritte zurück. Ein Halbtonschritt ist die kleinste Einheit, die einen Abstand zwischen zwei Tönen beschreibt. Des klingt abstrakt, wird aber ganz einfach, wenn man die Klaviertastatur anschaut: Jede Taste in einen Halbtonschritt von der nächsten Taste entfernt, egal, ob sie weiß oder schwarz ist. Ein Ganztonschritt ist aus zwei Halbtonschritten gemacht. Schauen wir uns noch einmal die Tastatur an: die meisten weißen Tasten sind mit einer kleinen schwarzen Taste voneinander getrennt. In diesem Fall liegt genau ein Ganztonschritt zwischen den zwei weißen Tasten.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: zwischen dem H und C und dem E und F gibt es auf dem Klavier keine schwarzen Tasten. Diese Töne liegen jeweils nur einen Halbtonschritt auseinander.

 

Die Intervalle

Die nächst-größere Einheit nach den Ganstonschritten werden Intervalle genannt. Sie schreiben die Beziehung zwischen zwei Tönen, die gleichzeitig gespielt werden. Man beschreibt die Größe eines Intervalls in Halbtonschritten zwischen dem Ausgangston und dem zweiten Ton. Insgesamt gibt es 13 Intervalle (8 große Intervalle und 5 kleine Intervalle – das beschreiben wir noch genauer). Intervalle befinden sich, wie jede Tonleiter, innerhalb von 8 ganzen Tönen (oder 12 Tönen insgesamt), also zum Beispiel vom C zum C. Danach wiederholt sich die ganze Geschichte. Falls Du in der Schule Latein gelernt hast, dann sagen Dir die Namen der Intervalle sicher etwas 😊.

  • Fangen wir einfach an: Dies ist das kleinste Intervall und hat NULL Halbtonschritte. Es beschreibt also den „Abstand“ zwischen dem gleichen Ton, also einem C und einem zweiten C. Mal ehrlich: eine Prime ist einfach nur ein C!
  • Nun wird’s ein bisschen komplizierter. Eine Sekunde beschreibt zwei Töne, die entweder 1 oder 2 Halbtonschritte auseinander liegen. Eine Sekunde mit einem Halbtonschritt ist eine „kleine“ Sekunde. Ein Beispiel ist C und Db (das ist die schwarze Taste rechts neben dem C). Eine große Sekunde hat zwei Halbtonschritte. Kannst Du dir das Beispiel selbst denken? Genau: C und D.
  • Eine Terz hat 3 oder 4 Halbtonschritte. Wie schon bei der Sekunde gibt es also eine kleine Terz, in unserem Beispiel C und Eb, und eine große Terz zwischen C und E.
  • Aufgepasst: die Quarte gibt’s nur einmal, als „reine Quinte“. Sie hat 5 Halbtonschritte. Wenn wir mit dem C anfangen, dann ist der nächste Ton das F.
  • Hier gibt es wieder zwei Versionen: einmal mit 6 und mit 7 Halbtönen. Die Töne wären: C und G und C und Gb für die kleine Quinte.
  • Wieder gibt es eine kleine Sexte mit 8 Halbtonschritten: C und Ab, sowie die große Sexte mit 9 Halbtonschritten mit: C und A.
  • Diese hat einmal 10 Halbtonschritte zwischen C und Hb und 11 Halbtonschritte zwischen C und H.
  • Hier schließt sich der Kreis: nach 12 Halbtonschritten sind wir beim nächsten C angekommen, und beide Cs machen dann eine Oktave aus.

Geschafft! Damit haben wir alle Intervalle kennengelernt. Warum diese so wichtig sind, erfahren wir im nächsten Artikel.

Was ist Harmonik? – Theorie III

Klavier

In dieser Artikelserie werden wir uns der Harmonielehre widmen. Bevor wir damit starten, ist erst einmal die Frage zu stellen, was „Harmonielehre“ eigentlich bedeutet. In einer kurzen Erklärung ist die Harmonielehre die Lehre dessen, was „gut zusammen klingt“, oder, wenn man es etwas technischer ausdrücken will, die Mathematik hinter Musik, die schön – oder „harmonisch“ klingt. Hier schon mal eine kleine Wahrung: Harmonielehre ist sehr theoretisch. Deshalb: Denke daran, an jedem Punkt, an dem Dir diese Artikel zu abstrakt werden, die Theorie einfach Theorie sein zu lassen und wieder ans Klavier zurückzukehren!

Warum Harmonik lernen?

Doch welche Vorteile hast Du, wenn Du Dich mit der Harmonik auseinandersetzt? Nun, zum einen gibt Dir der theoretische Hintergrund in der Harmonielehre eine sehr gute Basis, um neue Konzepte in der Musiktheorie schneller lernen zu können, da Du das „Grundgerüst“ kennst und schon verstanden hast. Zum anderen hilft Dir ein Verständnis der Harmonik, langsam aber sicher zu lernen, Klavier ohne Noten zu spielen. Du kannst so zum Beispiel lernen, einen Sänger mit Akkorden zu begleiten, ohne dass Du das Lied je zuvor gehört hast! Klingt ein bisschen wie Magie – doch am Ende ist es nichts anderes als die mathematisch-theoretische Grundlage jeder Musik. Also: Ärmel hochgekrempelt und los geht es in diese kleine Theorieserie!

Was gehört alles zur Harmonik?

Bevor wir in uns nun in die Harmonielehre selbst vertiefen, wollen wir erst einmal herausfinden, was eigentlich alles zur Harmonik dazugehört. Wie schon erwähnt, ist Harmonik ist Lehre dessen, „was gut zusammen klingt“. Deshalb ist dieser Teil der Theorie für Klavierspieler auch so wichtig, weil auf dem Klavier ständig mehr als ein Ton angeschlagen wird. Und diese Töne müssen zusammen auch gut klingen!

Nun also: was gehört eigentlich zur Harmonielehre?

  • Diese erklären uns, welche Töne in einem Lied vorkommen werden. Eine Tonleiter besteht aus acht Tönen, die einen Ganz- oder Halbtonschritt auseinanderliegen. Für eine Dur-Tonleiter sind es Ganztonschritte, außer zwischen dem 3. und 4. Ton, und dem 7. und 8. Ton – diese Töne liegen nur einen Halbtonschritt auseinander. Wir haben schon über Moll- und Dur-Tonleiter geredet, deshalb werden wir das hier ausklammern. Du kannst die Artikel aber hier und hier nachlesen.
  • Diese erklären die Abstände zwischen zwei Tönen. Ähnlich wie bei Tonleitern werden diese in Ganz- und Halbtonschritten gemessen.
  • Akkorde. Akkorde bauen auf Intervallen auf. Anstatt den Abstand zwischen zwei Tönen, beschreiben diese den Abstand zwischen drei oder mehr Tönen. Diese können dann verwendet werden, um mit der linken Hand eine Melodie zu begleiten – hier fängt also Deine Karriere als Improvisationskünstler an!
  • In diesem letzten und kompliziertesten Schritt verbinden wir all die Informationen, die wir in den letzten Teilen gelernt haben, und kommen zum Quintenzirkel zurück. Vielleicht erinnerst Du Dich an den Quintenzirkel aus diesem Artikel? Damals haben wir darüber gesprochen, wie wir die verschiedenen Moll- und Dur-Tonleitern und Vorzeichen aus dem Quintenzirkel ablesen können. Nun verwenden wir den gleichen Zirkel, um herauszufinden, welche Akkorde wir innerhalb eines Tonleiters verwenden können.

Und dann geht’s zurück ans Klavier, um all diese Theorie auch hören zu können!

Mit beiden Händen spielen ist Gehirntraining

Klavier

In diesem Artikel werden wir darüber sprechen, warum es so wichtig ist, von Anfang an mit beiden Händen Klavier zu spielen – wie es Dir unsere Lehrer hier auch beibringen. Das hat nämlich mir der Struktur unseres Gehirns zu tun und damit, wie wir neue Informationen und Bewegungen verarbeiten.

Warum mit beiden Händen gleichzeitig spielen so schwer ist

Du weist sicher von Deinen eigenen Übungsstunden, dass es nicht einfach ist, mit beiden Händen gleichzeitig Klavier zu spielen – geradezu zum Haareraufen kann es am Anfang sein, wenn die Hände nicht das machen, was sie sollen. Doch warum fällt es und eigentlich so schwer, beide Hände unabhängig voneinander auf dem Klavier zu bewegen?

Symmetrisch vorprogrammiert

Ganz einfach: Unser menschliches Gehirn ist darauf programmiert, dass die Bewegungen unserer beiden Hände symmetrisch sind. Das sieht man oft bei kleinen Kindern, die ihre Feinmotorik noch lernen – sie werden Bewegungen unbewusst oft mit beiden Händen oder Beinen machen, wenn Sie sie neu lernen. Diese „Vorprogrammierung“ zu durchbrechen und unseren Händen beizubringen, sich unabhängig voneinander zu bewegen, erfordert einen großen Einsatz von mentaler Energie. Und beim Klavierspielen ist das mehr als nötig: Beide Hände müssen verschiedene Tasten und einem anderen Rhythmus anschlagen – eine Königsdisziplin für unser Gehirn.

Vorteilsbehandlung einer Hand

Dazu kommt auch noch, dass unser Gehirn gerne die eine oder andere Hand bevorzugt: deshalb gibt es Links- und Rechtshänder auf der Welt, und deshalb können die meisten Menschen nur mit einer Hand schreiben, da dies viel Fingerspitzengefühl erfordert. Doch wenn man Klavier spielt, müssen beide Hände gleich viel arbeiten – das ist also für unsere „schwächere“ Hand doppelt schwer.

Das Gehirn und das Klavierspielen

Du merkst: Das Klavier mit beiden Händen zu spielen ist ein Marathon für unser Gehirn. Wenn es um das Klavierlernen geht, fällt es also einfach, die stärkere Hand zu bevorzugen und die schwächere Hand, mit der das Spielen schwerer fällt, zu vernachlässigen. Das ist aber nicht richtig: Am besten ist es beide Hände von Anfang an zusammen zu trainieren, und sogar einen großen Fokus darauf zu legen, dass die schwächere Hand „aufholt“.

Nur, wenn Du mit beiden Händen gleichzeitig spielst, kann Dein Gehirn die nötigen Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen deines Gehirns bilden, um das Spielen mit beiden Händen einfacher zu machen. Diese Verbindungen im Gehirn können sich nur ausbilden, wenn Handlungen sehr oft wiederholt werden. Wie bei einem Trampelpfad im Gras, der häufig benutzt wird und am Ende so abgenutzt ist, dass er leichter sichtbar und leichter zu Laufen ist, verstärken sich in unserem Gehirn die „Straßen“, oder Verbindungen, je öfter wie verwendet werden. Doch das wird einige Zeit brauchen, deshalb verzweifle nicht daran!

Ein langsamer Anfang

Das wichtigste ist, dass Du am Anfang ganz langsam übst, wenn Du beide Hände zusammen trainierst, und Dein Gehirn daran gewöhnst, beide Hände unabhängig zu bewegen. Du wirst merken, dass Du am Anfang sehr schnell sehr müde sein wirst – zwinge Dich dann nicht, weiter zu üben, sondern gib Deinem Kopf die hart erkämpfte Pause, die er braucht. In diesem Artikel findest Du mehr Tipps für das Üben selbst, oder genauer, wie Du die Koordination zwischen deinen beiden Händen verbessern kannst.

Welche Methoden Dir helfen, schneller Klavierspielen zu lernen

Klavier

Klavierspielen zu lernen braucht vor allem eins: viel Übung. Viel, viel Übung. Dennoch gibt es einige Methoden, die Dir helfen werden, schneller voranzukommen und Deinen Fortschritt größer machen. Wir zeigen Dir hier einige davon.

Tipp Eins: Spiele, was Dir Spaß macht

Wähle Lieder aus, die Dir gefallen und die Du „im Ohr“ hast. Je besser Du ein Stück kennst, desto einfacher wird es Dir fallen, es zu spielen. Sich durch Stücke zu quälen, die einem selbst nicht gefallen rauben Dir schnell den Spaß an der Musik. Deshalb bieten wir eine riesige Auswahl an Songs an – da findet jeder das Richtige!

Tipp Zwei: Lerne neue Sachen, auch wenn es erstmal schwerfällt

Bleibe nicht auf den Liedern sitzen, die Du schon spielen kannst, sondern setze Dir regelmäßig neue Ziele. Suche Dir ein neues Stück aus und spiele es für ein paar Tage und Wochen immer wieder, bis es Dir leichter und leichter fällt. Setze Dir dabei klare Ziele: zum Beispiel, ein neues Lied pro Woche oder Monat. Dabei ist es nicht so wichtig, ganz viele neue Lieder in kurzer Zeit zu lernen, sondern eher, Dein eigenes Tempo zu finden und dann diszipliniert neue Lieder zu spielen – egal, wie schwer Dir das am Anfang fällt!

Tipp Drei: Finde Muster in dem Musikstück

Nach einer Weile wird Dir auffallen, dass alle Songs gewisse Strukturen und Muster haben: oft werden Teile des Liedes wiederholt oder später abgewandelt. Wenn Du schon Noten lesen kannst, kannst Du diese Teile leicht entdecken, indem Du Dir die Noten anschaust – Wiederholungszeichen in dem Stück sind gute Hinweise! Falls Du lieber mit Nachahmung und ohne Noten lernst, dann höre Dir das Stück einfach ein paar Mal an, bevor Du mit dem Üben anfängst – Du wirst schnell lernen, die Wiederholungen herauszuhören, wenn Du einmal damit anfängst.

Tipp Vier: Kehre zu den schon gelernten Stücken zurück

Am besten ist es, in regemäßigen Abständen zu Liedern zurückzukehren, die Du schon gelernt hast, und diese immer wieder durchzuspielen. Aber warte – wiederspricht das nicht Tipp Nummer Zwei, immer neue Lieder zu lernen? Nein, das tut es nicht – das Geheimnis ist es, eine gute Balance zwischen neuen Stücken und alten Songs zu finden. Eine Idee für das Wiederholen von Stücken ist es, den Schwierigkeitsgrad eines Songs zu erhöhen, wenn Du es wieder besuchst. In unserem Online Klavier hast Du genau dafür zwei Schwierigkeitsgrade für jedes Lied. So kannst Du ein Lied erst auf der einfachen Einstellung lernen und dann zu dem höheren Schwierigkeitsgrad „aufleveln“ – so wird es Dir garantiert so schnell nicht langweilig!

Tipp Fünf: Hole Dir regelmäßig Feedback

Für Anfänger wie für Forstgeschrittene Klavierspieler ist es gleichermaßen wichtig, regelmäßig ihr Klavierspiel von Lehrern kommentieren zu lassen. So lässt sich verhindern, dass Du Dir falsche Sachen antrainierst, die sich scher wieder abgewöhnen lassen. Auf liederlernen.de bieten wir Dir dafür die Möglichkeit, direkt mit unseren Lehrern in Kontakt zu treten, und ihnen Videos von Deinen Übungen zu schicken. Dann können wir Dir Feedback geben und Dir sagen, wie Du Dich weiter verbessern kannst.

Also: mit diesen Tipps nun schnell zurück ans Klavier!

Warum sind Klaviere so teuer?

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Ein gutes Klavier ist ein Statement. Es ist schwer und groß. Es nimmt den ganzen Raum für sich ein. Es ist laut – deswegen der Name „Pianoforte“. Und es kostet ziemlich viel. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum ein Klavier denn so teuer ist, und was es für Alternativen gibt.

Das Material

Der erste Grund für den heftigen Preis eines Klavieres ist das Material. Ein Flügel ist immer aus hochwertigem Holz – muss es sogar sein, damit es der konstanten Spannung der Saiten standhält. Dann kommen noch all die anderen Teile hinzu, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Zum Beispiel: für jeden der 88 Tasten braucht ein Klavier 3 Saiten, das heißt, dass in jedem Klavier 264 Saiten verarbeitet sind!

Die Herstellung

Ein Klavier wird bis heute zum größten Teil in Handarbeit hergestellt. Es gibt einfach keine Maschinen, die ein so komplexes Instrument zusammenbauen können – zumindest noch nicht. Deshalb ist ein großer Teil des Preises, den man für ein Klavier zahlt, die Arbeitszeit, die der Klavierbauer damit verbracht hat, alle Teile zusammenzubauen.  Und dann kommt auch noch das Stimmen des Klavier hinzu: Wie wir schon in einem früheren Artikel erwähnt haben, ist das Klavierstimmen ein Kunst für sich – und braucht bei einem neuen Instrument eine sehr lange Zeit, da sich die Materialien erstmal dehnen und strecken müssen.

Die Technologie

Im Inneren jedes Klavier ist spielt sich eine unglaublich perplexe und kleinteilige Mechanik ab, und zwar jedes Mal, wenn eine der 88 Tasten angeschlagen wird. Die Technologie im Klavier muss erst aus vielen Einzelteilen gebaut, und dann zusammengesetzt werden. Doch es geht nicht nur um die Einzelteile selbst: Die Mechanik im Klavier ist ein System, dass nur wenige Menschen in den Details verstehen, und sie haben eine lange Ausbildung durchlaufen, um spezialisiert zu sein. Deshalb zahlt man mit jedem Klavierkauf auch für das Jahrhunderte altes Wissen der Klavierbauer.

Die Marken

Wie bei jeden anderen Produkt gilt auch bei den Klavieren: Die Marke kostet. Bekannte Klavierbauer sind Steinway und Bechstein, und wie bei einem iPhone oder einem BMW zahlt man hier auch für die Marke mit. Dennoch: es gibt Gründe, warum diese Firmen die Spitzenreiter in ihrer Branche sind, und zwar, dass sie einfach unglaublich gute Klaviere bauen!

Etwas billigere Alternativen

Nicht jeder kann sich am Anfang seiner Musikkariere gleich einen Steinway-Flügel kaufen. Manche haben Glück, und sie finden ein altes, unbenutztes Instrument auf dem Speicher oder in der Familie. Wenn das Instrument von sonst keinem benutzt wird, dann kann man sich es ohne schlechtes Gewissen unter den Nagel reißen: schließlich ist ein Instrument dazu da, gespielt zu werden. Doch nicht jeder findet ein Klavier auf diese Art und Weise. Aber nicht verzagen: Auf Kleinanzeigen-Portalen oder in der lokalen Zeitung werden manchmal ältere Instrumente angeboten, und auch zu niedrigeren Preisen. Hier macht es Sinn, zu einer Inspektion einen Klavierbauer mitzunehmen, den Zustand des Instruments einschätzen kann. Doch wenn das auch nicht hilft, gibt es immer noch elektrische Keyboards, die viel billiger sind und oft einen klasse Sound haben, und auch Zusatzfunktionen mit sich bringen. Da ist bestimmt für jeden Was dabei!

Wie helfen Tonleitern beim täglichen Üben?

Klavier

Tonleiter rauf- und runterleiern – Du findest das langweilig? Nun, da müssen wir widersprechen. Tonleiter im täglichen Üben fest zu verankern, hat viele Vorteile, über die wir in diesem Artikel reden werden. Danach bist auch Du von Tonleitern überzeugt!

Was sind Tonleiter nochmal?

Eine Tonleiter ist eine Folge von 8 Tönen, die aus 5 Ganztonschritten und 2 Halbtonschritten bestehen. Je nachdem, wo diese Schritte angeordnet sind, bekommst Du entweder ein Dur-Tonleiter oder ein Moll-Tonleiter. Wir haben uns die Theorie der Tonleiter schon in den anderen Artikeln angeschaut, auf die wir hier verlinkt haben, da kannst du gerne nochmal nachlesen. Das war also die Theorie. Aber warum sind Tonleitern in der Praxis so wichtig? Darum soll es in diesem Artikel gehen.

Täglich grüßt die Tonleiter

Eigentlich sollte jeder Deiner Klavierübungen mit Tonleitern beginnen. An besten man fängt mit den einfachen Tonleitern an, wie C-Dur. Wir erinnern uns: C-Dur benutzt keine der schwarzen Tasten am Klavier, ist also supereinfach. Spiele C-Dur am Anfang jeder Übung. Du kannst langsam anfangen, dann schneller spielen, und verschiedene Rhythmen ausprobieren, sodass sie deine Finger an die Tonleiter gewöhnen. Du kannst die Tonleiter auch in höheren und tieferen Lagen auf dem Klavier spielen.

Genug für alle da!

Funktioniert die C-Dur Tonleiter, geht es an die etwas komplizierteren Tonleitern, also die, die immer mehr schwarze Tasten gebrauchen. Fange mit den einfachen an: G-Dur verwendet zum Beispiel in Kreuz als Vorzeichen, hier wird aus dem F ein F# (also die schwarze Taste rechts neben dem F). Auch hier kannst Du wieder mit dem Tempo und den verschiedenen Tonhöhen spielen. Danach kommt D-Dur, A-Dur, und so weiter… Und das ganze Spiel funktioniert natürlich auch mit den Moll-Tonleitern! Es gibt also genug Tonleiter, um Dich für eine ganz lange Zeit zu beschäftigen.

Gründe, warum Tonleiter üben so wichtig ist

Okay, ganz ehrlich: ein bisschen langweilig können Tonleitern doch werden, wenn man sie jeden Tag übt. Doch: es wird Dir so viel bringen, dass Du später nur dafür dankbar bist, dass Du Dir die Arbeit gemacht hast! Hier sind ein paar Gründe, warum Tonleitern so wichtig sind.

  • Tonleitern entwickeln dein musikalisches Gehör. Jeder Song ist in einer bestimmten Tonart geschrieben. Je mehr Du Tonleitern auf dem Klavier spielst und sie in deiner Erinnerung verankerst, desto leichter fällt es Dir, zu erkennen, in welcher Tonart ein Stück gespielt wird.
  • Tonleitern helfen Dir, neue Lieder schneller zu lernen. Wenn Du neue Lieder lernst, die zum Beispiel Vorzeichen haben, dann kann es am Anfang sehr schwer sein, nicht zu vergessen, wann die schwarzen Tasten gedrückt werden müssen. Wenn Du aber Deine Tonleitern regemäßig übst, dann fällt Dir das gleich viel einfacher!
  • Tonleitern sind auch nützlich, wenn du Musikprüfungen ablegen willst. Dort wirst Du nämlich aufgefordert, Tonleitern zu spielen, ganz ohne Noten und alles. Dir wird nur gesagt: „D-Dur“, und dann musst Du darauf los spielen. Aber: nach all dem täglichen Üben ist das absolut kein Problem!
  • Tonleitern helfen Dir später, Harmonien zu bilden und mit der rechten Hand Lieder zu begleiten. Gute Musiker können ganz ohne Noten Akkorde und Harmonien bilden, wenn sie einen neuen Song singen oder zum ersten Mal auf dem Klavier spielen. Diese Harmonien sind aus den Tonleitern aufgebaut. Aber damit beschäftigen wir uns in einem zukünftigen Artikel genauer!

Das irische „Musikohr“

Blätter

Notenlesen lernen – das ist das kleine Übel, das man am Anfang seiner Musikkarriere über sich ergehen lassen muss. Notenlesen lernen braucht ein bisschen (funktioniert aber ganz einfach mit der Hilfe unserer Lehrer hier!), doch es jagt so manchem Anfänger erst mal etwas Angst sein. Doch es gibt Musiktraditionen, in denen Notenblätter sehr lang überhaupt keine Rolle spielten, und alle die Lieder nur mit ihrem Gehör lernten. Deshalb werfen wir heute einen Blick auf die irische Volksmusik.

Irische Volksmusik – kurzer Einstieg

Die irische Volksmusic hat eine sehr lange Tradition und ist über 2,000 Jahre alt, das wichtigste Instrument war die Harfe. Ab dem Mittelalter gab es viele professionelle Harpisten, die als Hofmusiker in einem Schloss lebten und für die Abendunterhaltung bei Bier und Wien zuständig waren (also genauso, wie es heute noch in vielen Dorfkneipen in Irland üblich ist!). Eine Musikerkarriere fing an, wenn ein Junge extrem jung war, und sein Meister brachte ihm alle Musik ohne Noten bei – viele Musiker konnten nicht lesen, und einige von ihnen waren sogar blind. Für blinde Menschen war eine Karriere als Musiker eine gute Option, und sie waren in der Gesellschaft sehr hoch angesehen.

Irische Musik im Exil und Überall

Nachdem die Clanchefs von den Engländern aus Irland vertrieben wurden, wurde auch die irische Musik verboten. Doch die irische Volkmusik war stärker als die Eroberer. Sie lebte in den Köpfen und Herzen der Iren weiter, und als diese nach Amerika und in die ganze Welt auswanderten, nahmen sie ihre Musik mit. Seit 1920 in Amerika die irische Musik mehr und mehr Bekanntheit gewann, ist die ein fester Teil der weltweiten Musikszene, und Künstler wie The Dubliners und Flogging Molly machen sie noch heute für jedermann hörbar und erlebbar. Und mal ehrlich: wer kann einem guten Reel oder Jig schon wiederstehen?

Orale Tradition ohne Noten

Wie wir schon erwähnt haben, wurde irische Musik völlig ohne Noten gespielt und gelernt. Das kam daher, dass die Volksmusik von Anfang an eine orale Tradition war und mündlich weitergegeben wurde – ganz ähnlich wie die Märchen und Volkssagen, die erst von den Brüdern Grimm schriftlich festgehalten wurden. Die orale Tradition machte die Musik lebendig, und sie befand sich immer im Wandel – jede Stadt, jeder Musiker hatte seine eigene Interpretation der bekannten Themen und spielte sie so, wie er sie spielen wollte – also komplett anders als die klassische Musik, bei der jede Note genau richtig wiedergegeben werden muss!

Irische Noten und irische Volksmusik heute

Es war erst Ende des 18. Jahrhunderts, dass die ersten Menschen begannen, irische Musik niederzuschreiben und zu sammeln, da sie Angst hatten, dass die Tradition für immer verloren geht. Und das war auch richtig so: andernfalls wären heute sehr viele Lieder für immer verschwunden. Heute kann man sehr viele der Lieder auch online finden in großen Datenbanken, doch die orale Tradition ist immer noch sehr deutlich: von jedem Lied gibt es hunderte verschiedene Varianten, aus denen man sich eine aussuchen kann. Doch Studenten der irischen Volksmusik wird bis heute beigebracht, dass der beste Weg, neue Lieder zu lernen, der ist, sich in ein Pub zu setzen und den alten Meistern beim Spielen zuzusehen: genau so, wie es schon seit hunderten von Jahren gemacht wurde.

Auf unserer Seite bieten wir einen Klavierkurs ohne Noten an, falls Du ohne Notenblätter anfangen willst, das Klavier zu erkunden. Schau doch mal rein!