Wie du die Koordination zwischen deinen Händen verbessern kannst

klavier

In meinen ersten Wochen am Klavier erschien es mir unmöglich: wie soll ich denn bitte mit beiden Händen gleichzeitig Klavier spielen können? Konnte ich die Töne für jede einzelne Hand ohne Probleme spielen – mit beiden zusammen hat plötzlich gar nichts mehr funktioniert. Das war sehr frustrierend!

Damit Dir das Lernen nicht so schwerfällt wie mir damals, haben wir Dir ein paar guten Tipps und Übungen gesucht, um Dir das spielen mit beiden Händen zu vereinfachen. Die Koordination zwischen Deinen Händen ist eines der schwierigsten Dinge, die man als Klavier-Anfänger lernen muss – aber keine Angst, zusammen schaffen wir das.

Erst die eine, dann die andere

Wenn man gleich an Anfang versucht, mit beiden Händen gleichzeitig ein Stück zu spielen, ist man schnell überfordert und gibt eventuell sogar das üben ganz auf. Und dass wollen wir ja nicht! Der erste Tick ist es, ein Stück erst mit der linken, dann mit der rechten Hand einzustudieren. Wenn Du das Stück mit der rechten und mit der linken Hand einzeln auswendig spielen kannst, dann geht es daran, die beiden Hände zusammenzubringen.

Rhythmus ist das A und O!

Wenn Du nun versucht, das Stück mit beiden Händen zu spielen, kann es gut sein, dass das mit dem Timing einfach nicht mehr stimmt: die eine Hand ist zu früh, die andere zu spät, und dann passt gar nichts mehr zusammen. Um den Rhythmus eines Stückes ganz rigoros einzuhalten, ist es sinnvoll, am Anfang mit einem Metronom zu üben – dieser gibt dir den Rhythmus genau vor. Es gibt viele Metronom-Apps im Internet, und die sind auch oft kostenlos – ein „old school“-Metronom mit schwingendem Pendel macht sich aber auch super als Accessoire für das Musikzimmer, wenn du so etwas magst. Das hilft dir, genau im Rhythmus zu bleiben, und deine Hände darin zu trainieren, gemeinsam zu spielen. Später, wenn Du dann in einer eigenen Band oder mit anderen Leuten zusammenspielen willst, ist es auch sehr wichtig, dass der Rhythmus eines Stückes dir „ins Blut übergeht“. Nur so können mehrere Musiker mit Dir spielen, ohne, dass jemand aus dem Takt kommt.

Langsam, aber sicher!

Vor allem am Anfang ist es wichtig, dass Du dir nicht zu schnell zu viel zumutest. Am besten ist es, wenn du das Metronom auf einen ganz, ganz langsamen Rhythmus einstellst, wenn du ein Song zum ersten Mal übst. Und ich meine: wirklich richtig langsam! Also vielleicht halb so schnell wie in Original. Oder sogar noch langsamer. Wenn du das Stück dann langsam, aber sicher mit beiden Händen spielen kannst, dann kannst du das Tempo steigern. Keine Angst: je mehr Übung Du hast, desto schneller geht das, und Du musst auch nicht mehr ganz so langsam anfangen für jedes neue Stück. Aber Geduld, das brauchst Du am Anfang viel.

Aufwärmübungen und Tonleiter

Um deine Koordination zwischen beiden Händen zu verbessern, kann es auch helfen, vor Beginn des Klavierübens ein kleines Set and täglichen „Aufwärmübungen“ zu spielen. Diese können ganz einfach sein, und vor jedem Spielen wiederholt werden: zum Beispiel Tonleiter und einfache Akkorde. Du kannst dir auch selbst etwas ausdenken, es gibt aber auch viele Webseiten und Bücher, die Übungen anbieten. Klingt erstmal langweilig, ist aber super wichtig und bringt Dir sehr viel in der Zukunft, versprochen! Diese Übungen verbessern nicht nur Deine Koorination, sie helfen auch, Fingersätze zu üben, Tasten schneller zu finden, und die erste „Überwindungsphase“ vor dem Spielen zu minimieren.

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