{"id":270,"date":"2018-07-09T17:06:26","date_gmt":"2018-07-09T15:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/?p=270"},"modified":"2019-07-03T10:06:53","modified_gmt":"2019-07-03T08:06:53","slug":"ein-klavier-ohne-spieler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/ein-klavier-ohne-spieler\/","title":{"rendered":"Ein Klavier ohne Spieler"},"content":{"rendered":"<p>Lange bevor es den ersten iPod gab, lange, bevor Spotify und Handys Musik fest als st\u00e4ndigen Soundtrack in unserem Alltag verankert haben, ja sogar noch lange vor Walkmans, Plattenspielern und dem Radio gab es nur eine M\u00f6glichkeit, Klaviermusik zu h\u00f6ren: Indem\u00a0 man jemanden fand, der Klavier spielen konnte, und gerade Zeit und Lust hatte, Klavier zu spielen. Doch das Pianloa, ein selbst spielendes Klavier, \u00e4nderte das\u2026<\/p>\n<h2><strong>Die Erfindung des Pianolo<\/strong><\/h2>\n<p>Ein Pianola ist ein selbstspielendes Klavier, das hei\u00dft, ein Klavier, das ohne Pianisten funktioniert. Es wurde um 1900 erfunden und\u00a0 trat dann schnell seinen Siegeszug weltweit an. Die ersten selbstspielenden Klaviere wurden von der Firma Aeolian Company in New York gebaut, und sie gaben ihrem Produkt den\u00a0 Namen \u201ePianola\u201c. Doch wie auch bei Taschent\u00fcchern, die weithin als \u201eTempo\u201c bekannt sind, bekam der Markenname bald die Bezeichnung f\u00fcr alle selbstspielenden Klaviere.<\/p>\n<h2><strong>Wie funktioniert ein selbstspielendes Klavier?<\/strong><\/h2>\n<p>Auf den ersten Blick sieht ein selbstspielendes Klavier sehr kompliziert aus, doch das System ist eigentlich ein ganz einfaches: Die Tasten werden durch\u00a0 Saugkraft bedient, \u00e4hnlich zum Beispiel wie bei einer Harmonika. Doch woher wei\u00df das Klavier, welche Tasten es spielen muss? Jedes selbstspielende Klavier kann mit sogenannten \u201eNotenrollen\u201c best\u00fcckt werden. Diese sind lange Papierb\u00e4nder, auf denen in Lochschrift die Tasten notiert sind, die angespielt werden sollen. Die Lochschrift ist sozusagen die \u00e4lteste Form der Computerschrift. Sie funktioniert ganz \u00e4hnlich wie eine Stiftwalze, also eine runde, metallische Walze, auf der ein paar Noppen angebracht sind, die anzeigen, welche T\u00f6ne gespielt werden. Ganz kleine Versionen von Stiftwalzen-Instrumenten lassen sich heute noch im Spielwarengesch\u00e4ft finden, mit einer Kurbel an der Seite, um sie anzutreiben.<\/p>\n<h2><strong>Wof\u00fcr wurde ein Pinola benutzt?<\/strong><\/h2>\n<p>Das Pianola konnte verwendet werden, um Klavierspieler zu ersetzen: Man musste keinen K\u00fcnstler mehr bezahlen, um in der Bar am Abend Unterhaltung zu haben, oder einen Stummfilm zu begleiten. Witzigerweise kam aber bald der Beruf des \u201ePianolists\u201c zustande \u2013 also eine Person, die ein selbstspielendes Klavier spielte. Komisch, oder? Warum brauchte man nun einen Spieler, wenn das Klavier von selbst spielte? Ganz einfach: der mechanische \u201eSound\u201c war einfach nicht genug. Der Pianolist konnte mit ein paar Tasten\u00a0 das Spiel beeinflussen und lebendiger machen. Dennoch\u00a0 &#8211; ein seltsamer Beruf!<\/p>\n<h2><strong>Was ist mit dem Pianola heutzutage?<\/strong><\/h2>\n<p>Heute wird das Pianola nicht mehr ben\u00f6tigt, um Musik wiederzugeben \u2013 daf\u00fcr haben wir nun den iPod, oder Spotify, oder unseren CD-Player. Dennoch ist das Pianola nicht ganz ausgestorben. Wie f\u00fcr alle alten Dinge gibt es viele Liebhaber, die noch heute in Pianola besitzen \u2013 in manchen Bars und Kneipen ist das Pianola auch eine unterhaltsame\u00a0 Sehensw\u00fcrdigkeit. Das alte System der Notenrollen wird heute noch in Drehorgeln verwendet, die man manchmal in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone h\u00f6ren und sehen kann. In Amsterdam gibt es auch ein Pianola Museum, indem Pianolas und alte Notenrollen ausgestellt sind. Die haben eine Auswahl von \u00fcber 20.000 Liedern dort. Das sind sogar noch mehr, als wir hier auf der Seite in unserem Archiv haben! Aber wir sind uns sicher, dass auch in unserer Auswahl etwas dabei ist, das Du gerne spielen lernen willst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange bevor es den ersten iPod gab, lange, bevor Spotify und Handys Musik fest als st\u00e4ndigen Soundtrack in unserem Alltag &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":271,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-270","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=270"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":418,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/270\/revisions\/418"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liederlernen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}